Gespräch Freitag, 23. März 2018 in
Erfurt

Emine Sevgi Özdamar - Zwischen Deutschland und der Türkei, zwischen Europa und Asien

Lesung und Gespräch im Rahmen von „unterm strich. e_migration: lust, last & leistung der kultur?“

Urheber/in: rotbuch.de. All rights reserved.
Datum, Uhrzeit
Fr., 23. März 2018,
19.00 – 21.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Sprache
Deutsch
Veranstalter/in
Landesstiftung Thüringen

Emine Sevgi Özdamar wurde in Malatya, Türkei geboren und übernahm mit 12 Jahren ihre erste Theaterrolle. Als junge Erwachsene kam sie 1965 nach Westberlin. Sie war lange als Schauspielerin am Theater sowie in Filmen tätig und arbeitet seit 1982 als freie Schriftstellerin in Berlin. Sie hat Theaterstücke, Erzählbände und Romane veröffentlicht, für die sie mehrfach Auszeichnungen und Stipendien erhalten hat.

Ihre Erzählungen sind meist autobiografisch und handeln zwischen den Welten – zwischen Deutschland und der Türkei, zwischen Europa und Asien. Bereits mit ihrem ersten Erzählband „Mutterzunge“ sorgte sie für Aufsehen. Das Buch wurde vom Times Literary Supplement zum „International Book of the Year“ gekürt.

Emine Sevgi Özdamar wurde mit mehreren Literaturpreisen ausgezeichnet, unter anderem als erste ausländische Autorin mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis (1991) und zuletzt mit dem Alice-Salomon-Poetik-Preis (2012). Ihre Romane wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Im Jahr 2007 wurde sie in die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung aufgenommen. Seit 2017 ist sie Mitglied in der Berliner Akademie der Künste.

Zum Auftakt der Veranstaltungsreihe "Unterm Strich - Migration: Lust, Last und Leistung der Kultur?" liest die Autorin aus ihren Werken und erzählt von ihrer Arbeit. Anschließend wird sie mit dem Publikum ins Gespräch kommen.

Moderation: Prof. Ulrike Stutz (Professorin für Fachdidaktik Kunst an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät, Universität Erfurt)

Datum: 23. März 2018

Uhrzeit: vorauss. 19.00 bis 21.30 Uhr

Veranstaltungsort: Campus der Universität Erfurt (KIZ: Hörsaal 2), Nordhäuser Str. 63, 99089 Erfurt

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„unterm strich“ stellt sich mit einer Veranstaltungsreihe der Frage, ob die Kulturen wie Billardkugeln sind, die gegeneinanderprallen könnten? Oder sind sie nicht eher wie hochkomplexe, hybride Gewebe, die vom gegenseitigen Austausch leben? Was bleibt von sozialen, zwischenmenschlichen Beziehungen übrig, wenn die Kultur wie eine „Billardkugel“ wirkt, deren eindimensionale Bewegungskraft Leistungsgesellschaft und Leitkultur antreibt. Wie würde dann konkret eine solche Leitkultur aussehen: Bayrisch? Plattdeutsch? Oder eher mitteldeutsch, thüringischer Art?

„unterm strich. e_migration: lust, last & leistung der kultur?“ will einen kritischen Beitrag leisten zu den aktuellen kulturpolitischen Debatten im Umkreis des Themenkomplexes e-migration und thematisiert die Verständigung zwischen den Kulturen.

Projektverantwortlicher: Dr. Yahya Kouroshi (Yahya.kouroshi@uni-erfurt.de)

unterm strich ist ein Kooperationsprojekt der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen e.V., Universität Erfurt (Lehrstühle: Neuere Deutsche Literaturwissenschaft; Kommunikationswissenschaft; Islamwissenschaft) und dem Büro der Beauftragten für Integration, Migration und Flüchtlinge.

Alle Veranstaltungen der Reihe unterm strich sind öffentlich und eintrittsfrei.