Workshop

Samstag, 31. Oktober 2026 10.00 – 17.30 Uhr In meinem Kalender speichern

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Empowerment für Queere Menschen

Für queere Menschen gehören vielfältige Diskriminierungserfahrungen zum Alltag. Diese schmerzvollen und kräftezehrenden Situationen werden mit der Zeit leider als Normalität empfunden und erfordern Umgangsmechanismen. Gemeinsam mit sozialer Herkunft, Behinderung, Religion, Alter oder anderen „Merkmalen“ an denen „Anders-Sein“ von außen festgemacht wird, überlagern sich Gewalt- und Ohnmachtserfahrungen. Diese drücken sich als Mehrfachdiskriminierung aus. Unser Blick im Workshop richtet sich auf die Gesamtheit dieser Merkmale und die queere Identität.

Empowerment bedeutet in diesem Zusammenhang die Stärkung des Selbst und der Community. Dafür tauschen wir uns über Erfahrungen und Umgangsweisen aus und schaffen einen Raum des Wohlwollens mit sich selbst und miteinander. Wir lernen auch aus der Vergangenheit. In Zeiten, in denen queerfeindliche Gewalt zunimmt, medizinische Versorgung unter Druck steht und schwule Männer beim Dating in Fallen gelockt werden, wollen wir ebenfalls einen Blick zurückwerfen: Welche Möglichkeiten hatten queere Menschen in Zeiten, die den unseren ähneln? Was hat sich seitdem verändert? Wie können wir Communities bauen, uns gegenseitig schützen, Streit und Konflikt aushalten und dennoch handlungsfähig werden? Wir entwickeln gemeinsam Handlungs- und Widerstandsstrategien. Im Mittelpunkt steht dabei der Blick auf Bewältigungsmechanismen und Stärken.

Dieser Workshop richtet sich an alle Teile der LGBTIQA+ Community. Wir werden unterschiedliche Methoden aus der Empowerment-Arbeit einsetzen. Dazu gehören u.a. die biografische Selbstreflexion und gemeinsamer Austausch, Methoden aus „Theater der Unterdrückten“ von Augusto Boal sowie Techniken des visuellen und haptischen Gestaltens. Der Workshop will in einem geschützt(er)en Raum die erlebte und erfahrene Diskriminierung zur Sprache bringen und bereits vorhandene Erfahrungen, individuelle Strategien und Wissen in der Gruppe austauschen.

Das bringt auch mit sich, dass unangenehme Erfahrungen und Erinnerungen im Workshop geteilt werden, denn Empowerment erfordert auch eine Vergegenwärtigung der bisherigen Situation. Bitte bedenkt das vor der Anmeldung.

Im Workshop behandeln wir:
- Was bedeutet Queerness für mich in meiner Biografie?
- Was ist Diskriminierung und wo erlebe ich sie?
- Welche Strategien helfen mir im Umgang mit Querfeindlichkeit?
- Was brauche ich (in der Gesellschaft) persönlich für ein besseres Leben?

Datum
Samstag, 31. Oktober 2026, 10:00 - 17:30 Uhr

Workshopleitung
Askin-Hayat Dogan, Diversity- & Empowerment-Trainer, Sensitivity Reader, Autor
Beccs Minzgespinst, Politfluencer_in, Sensitivity Reader

Zielgruppe
Alle Teile der LGBTIQA+ Community
Es werden max. 16 Personen am Workshop teilnehmen können.

Teilnahmegebühr
30,00 Euro/ ermäßigt 15,00 Euro
Vollverpflegung ist nicht inkludiert. Snacks, Obst und Getränke stehen zur Verfügung.
Der ermäßigte Beitrag kann in Anspruch genommen werden von Schüler*innen, Auszubildenden, Studierenden, Freiwilligendienstleistenden, Arbeitssuchenden mit Leistungen nach ALG II sowie Schwerbehinderten (GdB mind.50) gegen Vorlage der entsprechenden Bescheinigung.
Bei Absagen, die weniger als zwei Wochen vor Seminarbeginn eingehen, wird die Teilnahmegebühr nur dann zurückerstattet, wenn eine Person von der evtl. vorhandenen Warteliste nachrücken kann. In jedem Fall wird aber eine Bearbeitungsgebühr von 20 Euro fällig.

Dieser Workshop kann mit 8 Unterrichtseinheiten im Bereich Gender/Diversity/Rassismuskritik für das GreenCampus-Zertifikat der Heinrich Böll Stiftung und ihrer Landesstiftungen anerkannt werden.

Veranstaltungsort:
Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung
Olivaer Platz 16, 4. OG
10707 Berlin

Die Räumlichkeiten des Bildungswerks sind leider nur bedingt für Rollstuhlfahrer*innen nutzbar: Es gibt einen Aufzug (mit den Maßen 125 cm x 70 cm). Allerdings besteht eine Kante von knapp 5 cm, um in die Räumlichkeiten zu gelangen. Es gibt leider keine barrierefreien Toiletten. Wir entschuldigen uns für diese Umstände.

Antidiskriminierungsregel
Den Veranstaltenden ist ein respektvolles und diskriminierungsfreies Miteinander sehr wichtig. Störungen oder Beleidigungen führen zum Ausschluss aus der Veranstaltung. Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, wird der Zutritt zur Veranstaltung verwehrt oder sie werden von dieser ausgeschlossen. Die Entscheidung darüber trifft die Seminarleitung.

Die Veranstaltung wird von der Berliner Landeszentrale für politische Bildung gefördert.
Adresse
▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung

Veranstalter*in
Landesstiftung Berlin (Bildungswerk)
Sprache
Deutsch