- Montag, 04. September 2006 20.00 – 22.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Ende einer Rettungsfahrt - Das Flüchtlingsdrama der Cap Anamur
Buchpräsentation mit Elias Bierdel
Am 29. Februar 2004 bricht die "Cap
Anamur" zu ihrer Jungfernfahrt auf.
Niemand ahnt, daß dies auch ihre letzte
Fahrt sein wird.<br>
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Ein Motorschaden zwingt das Schff, auf
Malta Station zu machen. Bevor sie ihre
Fahrt wie geplant fortsetzen kann, rettet die
Besatzung 37 Afrikaner aus Seenot - und
löst damit eine europaweite
politische Krise aus.<br>
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ochenlang wird die "Cap Anamur" von
Kriegsschiffen belagert, verweigern
italienische Behörden das Einlaufen in den
Hafen Porto Empedocle. Schließlich wird es
genehmigt, aber kaum an Land, werden
die Afrikaner unverzüglich
abgeschoben.<br>
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Der Kapitän und der Erste Offizier
der "Cap Anamur" sowie der "Cap
Anamur"-Vorsitzende Elias Bierdel werden
verhaftet und der Schlepperei
beschuldigt.<br>
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Während die Solidarität mit den Deutschen
in Italien ungeahnte Wellen schlägt,
beginnt hierzulande eine beispiellose
Medien- und Verleumdungskampagne
gegen Bierdel.<br>
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In seinem Buch schildert Elias Bierdel
erstmals die ganze Geschichte der "Cap
Anamur" - vom Umbau im Lübecker Hafen
bis zur Beschlagnahme durch den
Berlusconi-Staat. Und er lenkt den Blick
auf an die Flüchtlingsproblematik auf hoher
See.<br>
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Das Sterben vor den Toren Europas geht
unvermindert weiter. <br>
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin