

Ausstellung
- Donnerstag, 01. Juni 2023 – Montag, 12. Juni 2023 In meinem Kalender speichern
Engel der Ukraine
Gedenkaktion zum Internationalen Kindertag
Zum Internationalen Kindertag am 1. Juni 2023 präsentiert die Botschaft der Ukraine in Deutschland gemeinsam mit der Heinrich-Böll-Stiftung die Gedenkaktion „Engel der Ukraine“.
Mit dieser Aktion, initiiert von der Hilfsorganisation „Frauen der Ukraine”, gedenken wir der ukrainischen Kinder, die während des Krieges in der Ukraine durch die russische Aggression starben.
Ukrainische Frauen haben gelb-blaue Engel gehäkelt, dabei steht jeder Engel für ein im Krieg getötetes Kind. Mit der Aktion soll das Andenken an diese kleinen Engel geehrt und die Welt daran erinnert werden, dass der von Russland entfesselte Krieg Hunderten von unschuldigen Zivilisten das Leben gekostet hat.
Die Ausstellung der gestrickten Engel ist vom 1. bis zum 12. Juni 2023 im Foyer der Heinrich -Böll-Stiftung zu sehen.
Sie wurde am 1. Juni von S.E. Botschafter der Ukraine Oleksii Makeiev und Jan Philipp Albrecht, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, eröffnet.
Nach Angaben des Generalstaatsanwalts der Ukraine wurden bisher mindestens 483 Kinder durch den Krieg gegen die Ukraine getötet. Die genaue Zahl kann aufgrund der aktiven Kämpfe und der temporären Besetzung eines Teils des ukrainischen Territoriums nicht ermittelt werden. Leider steigt die Zahl der Opfer täglich weiter an. Viele weitere Kinder wurden im Krieg verletzt. Sie leiden besonders unter den mehr als 900 Angriffen auf Gesundheitseinrichtungen. So wurden beispielsweise beim jüngsten Angriff auf ein Krankenhaus in Dnipro am 26. Mai 2023 ein 3- und ein 6-jähriges Kind verwundet.
Mehr als vier Millionen Kinder – also mehr als die Hälfte aller ukrainischen Kinder – mussten seit Beginn des Krieges ihr Zuhause verlassen. Allein in Deutschland werden Stand April dieses Jahres mehr als 200.000 geflüchtete ukrainische Kinder an Schulen unterrichtet. Mindestens 16.000 ukrainische Kinder wurden durch russische Behörden aus den von Russland besetzten Gebieten entführt – Kinder aus ukrainischen Waisenhäusern, Kinder von getöteten oder inhaftierten ukrainischen Eltern, oder Kinder, die auf andere Weise von ihren Eltern getrennt wurden. Sie sollen in Russland „russifiziert“ werden. Der Internationale Strafgerichtshof hat deshalb Haftbefehle gegen Putin und seine Kinderbeauftragte Lwowa-Belowa erlassen.
Die Gedenkaktion „Engel der Ukraine“ hat bereits in der Slowakei, im Vereinigten Königreich, auf Zypern und in deutschen Städten wie Leipzig und Potsdam stattgefunden.
Die Installation im Foyer der Heinrich-Böll-Stiftung ist zu den regulären Öffnungszeiten des Hauses Mo-Fr 8.00-18.00 Uhr zugänglich.
Kontakt:
Robert Sperfeld, Referent Ost- und Südosteuropa
M sperfeld@boell.de
- Öffnungszeiten
- 8.00 - 18.00 Uhr
- Adresse
-
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Schumannstr. 8
10117 Berlin
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
- Sprache
- Deutsch