- Dienstag, 07. November 2006 20.00 – 22.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Entgrenzung von Arbeit und Leben - Vom Sozialstaat zur Kulturgesellschaft?
Hoch flexible Arbeitszeiten, Projektarbeit,
neue Formen beruflicher Tätigkeit und
Selbständigkeit, die faktische Verlängerung
von Arbeitszeiten - all das stellt das
gewohnte Verhältnis von Arbeit und Leben in
Frage.<br>
<br>
Wie kann vor dem Hintergrund dieser
Entgrenzungen eine neue Balance zwischen
Arbeit und Leben entstehen und welche
Handlungsanforderungen, etwa bezüglich
einer neuen Zeitpolitik oder
Lebensverlaufspolitik ergeben sich daraus?
Entgrenzungsprozesse sind aber vor allem
auch sozial riskant, d.h. immer mehr
Menschen arbeiten inzwischen jenseits von
Tarifverträgen oder sozialstaatlicher
Absicherung, ohne feste zeitliche und
institutionelle Strukturen. Adrienne Göhler
greift in ihrem Buch "Verflüssigungen"
(2006) diese Entwicklungen auf eine neue
Art auf und plädiert für die Umgestaltung
des Sozialstaats in eine
Kulturgesellschaft. Worum es dabei geht und
ob die Erfahrungen von Künstlerinnen und
Künstlern, die sozial und ökonomisch
ungesichert mit Phantasie ihre
eigensinnigen Lebens- und Arbeitsentwürfe
entwickeln, hierbei den Weg weisen können,
soll ebenfalls thematisiert werden.<br>
<br>
mit:<br>
<br>
<b>Eckart Hildebrandt</b>,<br>
Leiter Projektbereich "Zukunft der Arbeit
und Nachhaltigkeit", Wissenschaftszentrum
Berlin<br>
<br>
<b>Adrienne Goehler</b>,<br>
Kuratorin des Hauptstadtkulturfonds, Berlin<br>
- Veranstalter*in
- Landesstiftung Hessen