Diskussion Mittwoch, 22. Mai 2019 /
Berlin

Entwicklungspolitische Diskussionstage 2019

Kleinbäuerliche Landwirtschaft: von den Feldern des globalen Südens bis in unsere Supermärkte?

Datum, Uhrzeit
Mi., 22. Mai 2019,
15.30 – 19.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Schumannstr. 8
10117 Berlin
Sprache
Deutsch
Veranstalter/in
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Rechtliches
Allgemeine Geschäftsbedingungen

Im Globalen Süden sind Kleinbäuerinnen und Kleinbauern zentrale Akteure für die Ernährungssicherung, sowohl für die Subsistenzwirtschaft als auch für Inlandsmärkte. Kleinbäuerliche Betriebe sind aber auch an globalen Wertschöpfungsketten beteiligt. Eine gängige Praxis sind Verträge mit großen Firmen, welche Saatgut und andere Inputs abgeben, die nach der Ernte zurückbezahlt werden müssen. Der Vorteil dabei ist die gesicherte Abnahme der Produkte. Jedoch können damit auch Ausbeutung und Produktionsrisiken einhergehen. Wenn bei Missernten oder tiefen Weltmarktpreisen Kredite für Inputs nicht zurückgezahlt werden können, kann das Landverlust zur Folge haben. Land ist meist einziger Gegenwert von solchen Krediten und Ausfallversicherungen sind selten. Von einem fairen „Geben und Nehmen“ kann daher nicht die Rede sein. Eine Studie von Oxfam zeigt, dass vor allem mächtige Händler von diesen Wertschöpfungsketten profitieren. Gemäß der Studie erhalten sie im Durchschnitt 51% des Endpreises von Agrarprodukten, während die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern nur 7% erhalten. In der Podiumsdiskussion fragen wir daher u.a., wie es möglich ist, einen Exportmarkt zu kreieren, der kleinbäuerliche Betriebe einen fairen und sicheren Absatz ermöglicht.

Mit:

  • Dr. Sabine Brüntrup-Seidemann, DEval
  • Norbert Lemken, Bayer AG
  • Lena Michelsen, INKOTA-netzwerk e.V.
  • Dr. Susanne Neubert, SLE
  • Prof. Stefan Ouma, Universität Bayreuth

Eine Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung mit dem Seminar für Ländliche Entwicklung der Humboldt-Universität zu Berlin

Anmeldung: nein

Information:
Joanna Barelkowska, Heinrich-Böll-Stiftung
E-Mail, barelkowska@boell.de, Telefon +49(0)285 34 -306

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