- Mittwoch, 18. November 2026 19.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Erinnerung an die Deportationen von Bremen nach Minsk
Vortrag und Gespräch mit Siarhei Paulavitzki und Peter Christoffersen
Die heutige Oberschule Am Barkhof war im November 1941 Sammelstelle für die Minsk-Deportationen, eine zweite war die Turnhalle des heutigen Hermann-Böse-Gymnasium. Von diesen Sammelstellen aus mussten die Deportierten zum ehemaligen Lloyd-Bahnhof laufen, von dem die Züge in Richtung Minsk abfuhren.
Die erste Deportation von Jüdinnen und Juden aus Bremen sowie dem Bremer Umland im November 1941 ging in das Ghetto nach Minsk. Von den 573 verschleppten Menschen überlebten nur sechs diesen Transport, die meisten wurden bei Massentötungen innerhalb des Ghettos ermordet, andere bei Massenerschießungen im Minsker Vorort Maly Trascjanec. Bis zum Ende der Sowjetunion wurde über den Holocaust kaum erinnert und geforscht; nach 1991 entwickelte sich aber eine aktive, auch bürgerschaftliche getragene Erinnerungskultur in Belarus.
Zum 85. Jahrestag der Deportationen nach Minsk stellt Peter Christoffersen von der Initiative Stolpersteine Bremen die historischen Ereignisse dar, anschließend gibt es ein Gespräch mit Siarhei Paulavitzki aus Minsk. Paulavitski hat als freier Übersetzer zahlreiche deutschsprachige Gruppen bei ihren Gedenkreisen nach Belarus begleitet und auch die mehrsprachige Wanderausstellung zum „Vernichtungsort Malyj Trostenez“ ins Deutsche übersetzt. Von 2024 bis 2025 war er aus politischen Gründen in Haft und lebt seit Anfang 2026 in Dortmund. Die Moderation übernimmt die Osteuropa-Historikerin Dr. Ulrike Huhn.
Eine Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Bremen, dem Verein Erinnern für die Zukunft e.V. und der Oberschule Am Barkhof.
- Adresse
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Oberschule Am Barkhof
Parkallee 39
28209 Bremen-Schwachhausen
- Veranstalter*in
- Landesstiftung Bremen