Freitag, 17. Juni 2005 10.00 – 17.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Erinnerungskultur

60 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges

Die Verbreitung rechtsextremen Gedankenguts, der immer noch vorhandene sogar erstarkende Antisemitismus, aber auch die neuerliche Privatisierung der Erinnerung durch Überbetonung deutscher Familienschicksale machen die Notwendigkeit deutlich, die Auseinandersetzung mit dem Thema Erinnerung anzuregen, zu fördern und aufrecht zu erhalten. Nicht nur der generationsbedingte Wandel, sondern auch die Aufarbeitung des DDR- Regimes als integrativer Bestandteil gesamtdeutscher Erinnerung hat in den letzten Jahren zu starken Veränderungen und Verschiebungen der Formen und Schwerpunkte des Erinnerns geführt. Die Tagung widmet sich der Frage, wie trotz der wachsenden Entfernung zur Vergangenheit die Verantwortung der nachfolgenden Generationen lebendig gehalten werden kann. Wie können wir auf die aktuellen Herausforderungen reagieren? Welche Rückschlüsse lassen sich aus den Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges für die deutsche Erinnerungskultur ziehen? Welchen Einfluss hat das Erbe von zwei deutschen Diktaturen auf den Erinnerungsdiskurs in Deutschland? Wie kann der Geschichtsverfälschung durch rechtsextreme Parteien in der Öffentlichkeit überzeugend entgegengewirkt werden? Wir möchten Sie einladen über diese Fragen zu diskutieren, um die Auseinandersetzung mit unserer Vergangenheit fort zu führen.
Ankündigung der hbs Brandenburg
Veranstalter*in
Landesstiftung Brandenburg