- Samstag, 25. März 2006 11.00 – 17.00 Uhr In meinem Kalender speichern
EU-Grenzregime: Sozialdarwinistische Migrationsregulation und Arbeitsmarkteffekte
Das Bedürfnis Tausender, irgendwie in
Richtung Reichtum und Arbeit zu wandern,
einerseits und das Bemühen, der
EU-Regierungen, Grenzübertritte zu
verhindern bzw. zu kontrollieren, haben zu
einem weit komplexeren Grenzregime geführt,
als es sich in den Meldungen über
erschossene und ertrunkene MigrantInnen
zeigt.<br><br>
Das Beispiel Spanien bietet sich an, um im
ersten Teil des Tagesseminars die
unterschiedlichen Ebenen des Grenzregimes
der EU-Wohlstandsregion aufzuzeigen:
(Para-)Militärische Abschottung zu Wasser
(Meerenge von Gibraltar) und zu Lande
(Ceute, Melilla), abgestuftes Lagersystem
(diesseits und jenseits der Grenze,
Abschiebelager, Lager für Saisonarbeiter
etc.).<br><br>
Der zweite Teil des Seminars stellt die
national unterschiedlichen und in
Vereinheitlichung begriffenen Methoden im
Umgang mit den MigrantInnen dar, die es in
die EU geschafft haben.<br><br>
Im dritten Teil des Tagesseminars läßt sich
dann die ökonomische Dimension von
Migration diskutieren: Die Illegalisierten
bilden auf unterstem Niveau einen
Niedrigst-Lohn-Sektor, der wiederum auf das
gesamte Arbeitspreis-Regime zurückwirkt.
Der so erzeugte Druck auf das Lohnniveau
begünstigt neoliberale Deregulierungs- und
Sozialabbaupolitiken innerhalb der EU.<br><br>
Mit Tobias Piper, (Initiative gegen das
Chipkartensystem, Berlin),
Hagen Knopp (3D-Kampagne Hanau),
Michael Backmund (Bündnis gegen die
Nato-Konferenz, München)
Bildungswerk der Heinrich-Böll-Stiftung
- Veranstalter*in
- Landesstiftung Berlin (Bildungswerk)