- Montag, 26. November 2007 18.30 – 20.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Europa: Integration – Menschenrecht oder Gnadenakt?
Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung
Wer aus den Kriegsgebieten Ex-Jugoslawiens Anfang der neunziger Jahre nach
Berlin kam, floh vor Bombenhagel und Menschenrechtsverletzungen. Schutz fanden
diese Menschen bei Bosiljka Schädlich, die einen Anlaufpunkt für traumatisierte
Kriegsflüchtlinge leitete. Gerade weil sie weiß, wie schwierig der Dialog
zwischen einstigen Gegnern ist, ist Hoffnung auf einen friedlichen Dialog ihr
Credo. Frieden ist möglich, sagt die Frau, die inzwischen Geschäftsführerin des
Vereins „Südosteuropa Kultur“ ist. Seit neuestem kommen auch Afrikaner und
Asiaten zu ihr, weil sie alltagstaugliche Integrationsarbeit
erwarten.
Vorurteile blühen, weil Menschen voneinander zu wenig wissen und oft nur durch Verstehen des Gestern das Heute zu begreifen ist. Frau Schädlich hat einen menschlichen und kulturbezogenen Dialograum geschaffen und ist anerkannte Partnerin für viele Institutionen in Berlin. Sie und ihre 50 KollegInnen des Vereins in Deutschland bündeln Kräfte, die im europäischen Kontext gemeinsam gegen nationalistische Propaganda kämpfen. 12 Mitarbeiter in Bosnien helfen vor allem Roma-Kindern, Zugang zu Bildungsangeboten zu finden.
Menschenrechte und der Umgang mit ihnen in der Europäischen Union und weltweit ist auch Hauptanliegen der EU-Abgeordneten Feleknas Uca. Sie bereist Krisengebiete in der Türkei, fährt in den Nahen Osten und interveniert bei Verstößen gegen die Demokratie in Russland. Themen wie Migration und Gleichstellung sind in ihrem politischen Alltag ebenso auf der Tagesordnung wie die Rechte von Kindern.
Netzwerke zu bilden, ist für beide Gesprächspartnerinnen der Schlüssel zu mehr Wirksamkeit ihrer Arbeit. Ist die EU auf dem Weg, ein Hort der Menschenrechte zu werden oder sprechen das Fehlen einer Sozialunion und Demokratiedefizite in ihren Grundstrukturen gegen diese Hoffnung?
www.rosalux.de
Vorurteile blühen, weil Menschen voneinander zu wenig wissen und oft nur durch Verstehen des Gestern das Heute zu begreifen ist. Frau Schädlich hat einen menschlichen und kulturbezogenen Dialograum geschaffen und ist anerkannte Partnerin für viele Institutionen in Berlin. Sie und ihre 50 KollegInnen des Vereins in Deutschland bündeln Kräfte, die im europäischen Kontext gemeinsam gegen nationalistische Propaganda kämpfen. 12 Mitarbeiter in Bosnien helfen vor allem Roma-Kindern, Zugang zu Bildungsangeboten zu finden.
Menschenrechte und der Umgang mit ihnen in der Europäischen Union und weltweit ist auch Hauptanliegen der EU-Abgeordneten Feleknas Uca. Sie bereist Krisengebiete in der Türkei, fährt in den Nahen Osten und interveniert bei Verstößen gegen die Demokratie in Russland. Themen wie Migration und Gleichstellung sind in ihrem politischen Alltag ebenso auf der Tagesordnung wie die Rechte von Kindern.
Netzwerke zu bilden, ist für beide Gesprächspartnerinnen der Schlüssel zu mehr Wirksamkeit ihrer Arbeit. Ist die EU auf dem Weg, ein Hort der Menschenrechte zu werden oder sprechen das Fehlen einer Sozialunion und Demokratiedefizite in ihren Grundstrukturen gegen diese Hoffnung?