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Sonntag, 20. November 2022 11.00 – 13.00 Uhr In meinem Kalender speichern

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>>>Achtung, verschoben<<< Europa-Quartett #16: Militärmacht Europa?

Gespräch mit Sarah Bressan und Jürgen Trittin I Neuer Termin: 12.02.2023

Der russische Überfall auf die Ukraine hat die europäische Friedensordnung erschüttert. Abrüstung erscheint als eine von der Realität überholte Option, stattdessen steht nun militärische Abschreckung im Vordergrund. Was bedeutet das für das "Friedensprojekt Europa"? Muss sich das Selbstverständnis der Europäischen Union als "Zivilmacht" ändern - und welche Rolle kommt Deutschland in diesem Kontext zu? Was ist mit der bislang als friedenswahrend angesehenen Funktion internationaler Institutionen wie Europarat und OSZE? Wie entwickelt sich das Verhältnis von militärischen Mitteln und nicht-militärischen Maßnahmen, wie Sanktionen und vertraglich verankerten Sicherheitsgarantien?

Ein Porträt von dem ca. 60-Jährigen Politiker Jürgen Trittin, er steht auf einer Bühne und spricht in ein Mikrofon
Jürgen Trittin (Foto:
Wikimedia Commons)

Erstmals in ihrer Geschichte liefert die EU massiv Waffen in Kriegsgebiete. Doch schon vor dem Ukraine-Krieg wurden die Forderungen lauter, die EU müsse ihre eignen militärischen Fähigkeiten ausbauen, eine gemeinsame "Europäische Verteidigungsarmee" aufstellen - auch vor dem Hintergrund, dass die USA ihre militärische Präsenz perspektivisch auf den ostpazifischen Raum konzentrieren.

Mit der Politologin Sarah Bressan und Jürgen Trittin, langjähriges Mitglied im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages und in der Parlamentarischen Versammlung der NATO, diskutiert das Europa-Quartett über die Perspektiven der europäischen Sicherheitspolitik: Was muss sie leisten, um die Lage auf diesem Kontinent wieder zu stabilisieren? Was bedeutet der Paradigmenwechsel in Sachen Militärausgaben aus grüner Sicht? Wie ist, angesichts von Putins Drohungen mit Nuklearschlägen, die sog. "atomare Teilhabe" zu bewerten, die Stationierung und logistische Unterstützung von US-Atomwaffen in Deutschland? Muss Europa, stärker denn je, eine Militärmacht sein - oder führt dieser Weg in genau die falsche Richtung?

Ein Foto von der ca. 35-Jährigen Politologin Sarah Bressan. Sie hat die Arme vor dem Körper verschränkt.
Sarah Bressan (Foto: GPPi)

Sarah Bressan ist Research Fellow im Bereich Frieden und Sicherheit am Global Public Policy Institute (GPPi) in Berlin. Schwerpunktmäßig beschäftigt sie sich mit politischer Gewalt, Konfliktanalyse und -prävention, sowie der Rolle von datengestützter Vorhersage, Evaluierung und Strategie in der deutschen und europäischen Außen- und Sicherheitspolitik.

Das Europa-Quartett der Heinrich Böll-Stiftung Bremen findet in Kooperation mit dem Theater Bremen statt. 

Veranstaltungsort: Theater am Goetheplatz (Bühne Kleines Haus)

Weitere Termine
Sonntag, 12. Februar 2023
Adresse
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Teilnahmegebühren
kostenlos