- Dienstag, 01. Dezember 2009 20.00 In meinem Kalender speichern
Europa unlimited? | Neue soziale Bewegungen in Tschechien und Bulgarien 20 Jahre nach dem Mauerfall | Reportage
Reportageabend mit Silja Schultheis und Dirk Auer
Welche Rolle spielen 20 Jahre nach dem Mauerfall Bürgerbewegungen in Osteuropa? Korrespondenten von n-ost, dem Nachrichten Netzwerk für Osteuropa, stellen Aktivitäten neuer sozialer Bewegungen dar. Silja Schultheis berichtet aus Prag und Dirk Auer aus Sofia.
Dass mit Vaclav Havel im Jahre 1990 ein ehemaliger Regimegegner Präsident der Tschechoslowakei geworden war, bestärkte viele Initiativen in der Hoffnung, jetzt Politik von unten machen zu können. Die Euphorie wurde aber bald vom Alltag überschattet. Heute tut sich wieder einiges, Menschen demonstrieren öffentlich gegen den wachsenden Rassismus und für ökologische Anliegen.
“Andere Staaten haben eine Mafia, in Bulgarien hat die Mafia ihren Staat.“ Diesen Satz zitieren Bulgaren gerne, wenn sie ihrem Ärger über die Zustände im Land Luft machen. Die Erfahrung des Zusammenbruchs aus der Zeit des Übergangs bestimmt noch immer die politische Kultur des Landes: eine funktionierende Zivilgesellschaft gibt es nur in Ansätzen. Doch in jüngster Zeit tragen junge Menschen zunehmend das Thema Ökologie in die Öffentlichkeit und geraten dabei mit der Baumafia in Konflikt, die – oft illegal – Hotels in die unberührte Berglandschaft und an die Schwarzmeerküste stellen.
Pavillon
Welche Rolle spielen 20 Jahre nach dem Mauerfall Bürgerbewegungen in Osteuropa? Korrespondenten von n-ost, dem Nachrichten Netzwerk für Osteuropa, stellen Aktivitäten neuer sozialer Bewegungen dar. Silja Schultheis berichtet aus Prag und Dirk Auer aus Sofia.
Dass mit Vaclav Havel im Jahre 1990 ein ehemaliger Regimegegner Präsident der Tschechoslowakei geworden war, bestärkte viele Initiativen in der Hoffnung, jetzt Politik von unten machen zu können. Die Euphorie wurde aber bald vom Alltag überschattet. Heute tut sich wieder einiges, Menschen demonstrieren öffentlich gegen den wachsenden Rassismus und für ökologische Anliegen.
“Andere Staaten haben eine Mafia, in Bulgarien hat die Mafia ihren Staat.“ Diesen Satz zitieren Bulgaren gerne, wenn sie ihrem Ärger über die Zustände im Land Luft machen. Die Erfahrung des Zusammenbruchs aus der Zeit des Übergangs bestimmt noch immer die politische Kultur des Landes: eine funktionierende Zivilgesellschaft gibt es nur in Ansätzen. Doch in jüngster Zeit tragen junge Menschen zunehmend das Thema Ökologie in die Öffentlichkeit und geraten dabei mit der Baumafia in Konflikt, die – oft illegal – Hotels in die unberührte Berglandschaft und an die Schwarzmeerküste stellen.
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