Online-Diskussionsreihe
- Mittwoch, 01. Oktober 2025 13.00 – 14.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Europa zwischen Petrostate USA und Elektrostate China
Gesprächskreis
Die New York Times warnt am 27.8.2025, dass die Trump-Administration sich nicht nur als dem Klimaschutz zurückziehe, sondern ihren internationalen Einfluss agressiv nutzen, um erneuerbare Energien zu stoppen und fossile Energien zu promoten. Trumps Energy Secretary Chris Wright droht die einflussreiche Internationale Energieagentur IEA zu verlassen, wenn sie weiterhin einen Peak der globalen Ölnachfrage prognostiziere. Trump nutzte massive Zolldrohungen, um die EU zu einer Zusage zum Kauf von mehr fossiler Energie aus den USA zu bewegen — was mit den EU-Klimazielen unvereinbar wäre, Er torpediert ein globales Plastikabkommen und droht Ländern mit Zöllen, Visabeschränkungen und Hafengebühren, wenn sie für ein Abkommen zur Begrenzung von Emissionen aus Schiffsverkehr stimmen.
Mit dem Fracking Boom ist die USA zum weltgrößten Ölproduzenten aufgestiegen, was Trump als „energy dominance“ weiter ausbauen will. Die USA ist demnach auf dem besten Wege sich in einen „Petrostate“ (NY Times) zu verwandeln, während der Rivale China eher zu einem „Electrostate“ tendiert, bei dem der Strom-Anteil am Energieverbrauch deutlich über dem westlicher Staaten liegt und die Erneuerbaren Energien extrem rasch wachsen.
In der E-Mobilität und in zahlreichen für die Energiewende entscheidenden Technologien (PV, Batterien, Windenergie) hat sich China inzwischen zum unverzichtbaren Player entwickelt. Ohne günstige Batterien und PV aus China wären die globalen Klimaziele nicht erreichbar. Und wer in China nicht präsent ist, so viele Fachleute, verliere den Anschluss an die technologische Entwicklung.
Wie soll Europa sich im Spannungsfeld zwischen den aggressiv fossil orientierten USA und dem autoritären, in sauberen Technologien aber führenden China positionieren? Wie kann und sollte Europa mit diesem Dilemma umgehen? Darüber wollen wir beim nächsten Gesprächskreis am 01.20.2025 mit Fachleuten diskutieren.
Impulse:
- Jennifer Morgan, ehemalige Staatssekretärin und Sonderbeauftragte
- Adam Tooze, Wirtschaftshistoriker und Publizist
Kontakt:
Christina Rode
E rode@boell.de
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