- Mittwoch, 07. Juni 2006 19.30 – 21.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Europas muslimische Eliten
Was sie wirklich wollen: Anerkennung als Europäer, die gleichzeitig ihre Religion ausüben dürfen
Die amerikanische Politikwissenschaftlerin
Jytte Klausen hat Parlamentsabgeordnete,
Stadträte, Ärzte und Ingenieure,
Professoren Anwälte, Sozialarbeiter und
Unternehmer befragt. Ihre
Gesprächspartner eint nur eins: als
europäische Muslime stellen sie eine
beachtliche Bevölkerungsgruppe in vielen
Länder der Europäischen Union dar – und
sie bilden die muslimische Elite Europas,
die selten in den Schlagzeilen vorkommt.
Jytte Klausen hat die Erfolgreichen zu ihrer
Sicht auf das gesellschaftliche
Zusammenleben befragt. Die meisten von
ihnen suchen nach Möglichkeiten, ihre
europäische Staatsbürgerschaft und die
Ausübung ihres Glaubens miteinander zu
vereinbaren.<br>
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Aus diesem Grund stehen sie unter dem
Rechtfertigungszwang, vor allem zu
erklären, was sie nicht sind. Sie
befürworten die Integration und lehnen
religiösen Fundamentalismus ab, wünschen
sich aber ein Europa, in dem der Islam als
Religion anerkannt und seine Institutionen
unterstützt werden, stellt Jytte Klausen auf
der Grundlage von Interviews mit mehr als
300 muslimische Frauen und Männern in
Deutschland und fünf weiteren
europäischen Ländern fest. Ihre
Integration ist somit eine politische
Herausforderung vor allem für die
westeuropäischen Staaten.<br>
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In einer gemeinsamen Veranstaltung der
American Academy Berlin, der
Muslimischen Akademie in Deutschland
und der Heinrich-Böll-Stiftung diskutiert die
Autorin Thesen ihres Buches gemeinsam
mit <B>Bilkay Öney</B> und dem
saarländischen
Kreistagsabgeordneten <B>Ammar
Alkassar</B>.<br>
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin