Prinzessinnengarten
Urheber/in: Tanya Lazoova.

Vortragsreihe

Samstag, 27. Juni 2015 14.00 – 17.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Vortragsreihe

Exkursionsreihe: Urbane Gemeinschaftsgärten und ihre Bedeutung für die Stadt Berlin

Prinzessinnengarten – Mobiler Garten, selbstorganisierter, offener Lernort für Umwelt- und Naturbildung

Vortrag, Führung und Austauschgespräch

Sind die urbanen Gemeinschaftsgärten von Berlin wichtige und aktivierende Handlungs- und Erfahrungsräume, um den vielfältigen Bewohner*innen Berlins Impulse und politische Denkanstöße für den sozialen und ökologischen Wandel der Stadt zu geben?
Im Rahmen dieser Exkursion wollen wir diese Frage beantworten und mehr über urbane Landwirtschaft in Berlin und ihre Zielsetzung erfahren.

Der Prinzessinengarten: Mobiler Garten, selbstorganisierter, offener Lernort für Umwelt- und Naturbildung
Seit Sommer 2009 befindet sich der Prinzessinnengarten am Moritzplatz in Berlin-Kreuzberg, direkt neben einer großen Verkehrskreuzung. Entstanden auf einem ehemaligen Brachgelände umfasst die grüne Oase heute 6000 qm Fläche mit unterschiedlichsten Nutz- und Zierpflanzen. Der Garten wird zu bestimmten Zeiten von Freiwilligen bearbeitet und steht allen Menschen offen. Neben den mobilen Beeten aus Mehlsäcken und Bäckerkisten gibt es Bienenstöcke, eine Anzuchtfläche, viele Erholungsnischen, verschiedene Werkstätten, eine Samenverkaufsstelle, ein Gartencafe und eine Küche.

Ziel des Projekts: In einem Bezirk mit hoher Verdichtung, wenig Grün und vielen sozialen Problemen gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, Nachbarn, interessierten Laien, passionierten Gärtner*innen lernen, wie man lokale Lebensmittel aus sozialer und ökologischer Landwirtschaft herstellt und gemeinsam einen neuen Ort urbanen Lebens schafft.

Urbane Landwirtschaft: Ob in Kreuzberg, Prenzlauer Berg, Neukölln oder Wedding: Überall entwickeln sich neue Formen urbaner Landwirtschaft - Interkulturelle Gärten, Gemeinschaftsgärten, Nachbarschaftsgärten, City Farms  oder auch Guerilla Gardening. Die Zielsetzungen und Organisationsformen dieser Projekte sind unterschiedlich, doch alle bieten innerhalb unserer auf Konsum und Wachstum fixierten Gesellschaft die Möglichkeit alternativen Formen von gesellschaftlichem und ökologischem Konsum und Wachstum zu begegnen oder auch politisch aktiv zu werden. Die urbanen Gärten von Berlin schaffen einen Rahmen für Begegnung und Gemeinschaft, städtische Naturerfahrung, für Selbermachen und -erfahren und sie ermöglichen durch Vernetzungen weitergehendes Engagement für die Stadtteile und Kieze. Die Gemeinschaftsgärten dienen auch als praktische Lernorte für Kinder und Erwachsene, geben neue Impulse für eine Kultur der Teilhabe und bereichern das Zusammenleben in der Stadt. Wir wollen uns mit den Akteur*innen in den Gärten treffen und etwas über ihre Form von Arbeit erfahren.

Fragen die wir während der Exkursion beantworten:
Wer sind die Akteur*innen? Was sind ihre Ziele? Wer nutzt den Garten? Wie organisiert und finanziert sich das Gartenprojekt? Welche Form von Mitarbeit und Arbeit bietet der Garten? Wie kamen die Gründer*innen an Land und Boden? Was und warum pflanzen sie an? Welche Funktionsräume bietet der Garten? Was ist die Vision des Gartens? Was bietet er für Berlin und seine Bewohner*innen? Welche Bedeutung und welchen Stellenwert hat dieses Projekt innerhalb und außerhalb Berlins? Wie sicher ist das Projekt, wie arbeiten öffentliche Behörden und die Politik mit dem Garten zusammen? Wie vernetzt ist der Garten mit den anderen Gartenprojekten in Berlin? Was sind die Schwerpunkte und Spezialitäten des Gartens? Sieht sich der Garten als Teil einer neuen Gemeinwohlökonomie? Welche Beitrag leisten die Gärten für die Natur- und Umweltbildung in der Großstadt Berlin? Welche soziale, stadtentwicklungs- und umweltpolitsche Impulse gehen vom Garten aus? Wie kann man sich im Garten engagieren? Diese und weitere Fragen wollen wir in dieser Exkursionsreihe beantworten.

Programmablauf:
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde werden wir im ersten Teil der Veranstaltung einen Vortrag zu den oben genannten Fragen hören, danach werden wir gemeinsam durch den Garten gehen und die verschiedenen Funktionsorte des Gartens kennenlernen. An verschiedenen Gartenstationen wird es weitere Kurzvorträge geben. Im Anschluss an den Gartenrundgang werden wir uns mit Erfrischungsgetränken zu einer Austauschrunde zusammensetzten, dort können weitere Fragen gestellt und beantwortet werden.

Mit: Svenja Nette (Mitarbeiterin des Prinzessinnengartens) und Tanya Lazova (Bildungswerk Berlin)
Ort: Prinzessinnen Garten, Prinzenstraße 35-38, U8 Moritzplatz

Falls Sie Wünsche zur barrierefreien Teilnahme haben, melden Sie sich bitte unter Tel.: 030/ 308 779 485

Diese Veranstaltung wird mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin finanziert.

Adresse
▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung
Veranstalter*in
Landesstiftung Berlin (Bildungswerk)
Teilnahmegebühren
keine