Gespräch

Mittwoch, 12. Juni 2019 13.00 – 17.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Gespräch

Fachgespräch: 25 Jahre Deutsche Entwicklungszusammenarbeit in Amazonien

-- nur auf persönliche Einladung --

Brasilien ist als Partnerland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) von zentraler Bedeutung für die Erhaltung globaler Umweltgüter. Die Kooperation in Amazonien hat dabei einen besonderen Stellenwert.  

Durch das Ansteigen der Entwaldungsraten in den letzten Jahren (seit 2012) und die Wahl von Jair Bolsonaro zum Präsidenten Brasiliens hat die Diskussion um die Perspektiven für Amazonien neue Aktualität und Brisanz erreicht. Auch da sich die politischen Rahmenbedingungen grundlegend verändert haben, ist es sinnvoll, eine Bilanz der Erfahrungen der Deutschen Zusammenarbeit in den letzten 25 Jahren in Amazonien zu ziehen, um auf Grundlage der Erfolge und Lessons Learned der Vergangenheit die künftigen Herausforderungen der EZ zu gestalten.

Die Heinrich-Böll-Stiftung hat deshalb den Brasilien-Experten Thomas Fatheuer beauftragt, eine Studie zu 25 Jahren Entwicklungszusammenarbeit in Amazonien zu erstellen.  Die Studie gibt einen Überblick über die deutsche Entwicklungszusammenarbeit in Amazonien seit 1992 und stellt unterschiedliche Sichtweisen brasilianischer Akteur/innen auf die Kooperation dar. Die wesentlichen Ergebnisse der Studie werden auf dem Fachgespräch vorgestellt und diskutiert.  Zentrale Fragen sind dabei: Welche Wirkungen konnte EZ erzielen? Was sind ihre Grenzen? Wie sieht die brasilianische Zivilgesellschaft die EZ? Welche Empfehlungen lassen sich daraus für die Zukunft ableiten?


Mit

  • Thomas Fatheuer, Autor der von der Heinrich-Böll-Stiftung in Auftrag gegebenen Studie “25 Jahre deutsche EZ in Amazonien“
  • Adriana Ramos, Koordinatorin des Policy and Law Program bei der brasilianischen NRO Instituto Socioambiental (ISA)
  • Eliane Moreira, Staatsanwältin beim Ministério Público im Bundesstaat Pará
  • Moderation: Imme Scholz - Direktorin des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE)

 

Programm

13.00 h     Ankunft und Anmeldung
13.30 h     Begrüßung durch Barbara Unmüssig, Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung

                 Ein kurzer Überblick über die aktuelle Situation in Brasilien
                 Adriana Ramos,  Instituto Socioambiental (ISA)

13.50 h     25 Jahre deutsche Zusammenarbeit im brasilianischen Amazonasgebiet –
                 eine kritische Würdigung
                 Thomas Fatheuer, Autor und Brasilienexperte


14.10 h     Kommentar:
                 Lena Bretas, BMZ Referat 122 Ländliche Entwicklung, Landrechte, Wald

14.20 h     Gelegenheit zu Rückfragen

14:40 h     Kaffeepause

15.00 h     Fondo Amazonía und die Beteiligung der indigenen Bevölkerung
                 Adriana Ramos,  Instituto Socioambiental (ISA)

15.15 h    Landfragen und Landrechte im Amazonasgebiet
                Eliane Moreira, Staatsanwältin beim Ministério Público im Bundesstaat Pará

15.30 h    Diskussion über die Rolle und Bedeutung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit  in Amazonien, ihre neuen Herausforderungen und 
                Empfehlungen für die Zukunft

17.00 h    Ende

Für weitere Informationen weden Sie sich bitte an Audrey Changoe: changoe@boell.de

Adresse
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Schumannstr. 8
10117 Berlin
Veranstalter*in
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Sprache
Deutsch
Portugiesisch
Simultanübersetzung
Anhänge
Thesenpapier