Donnerstag, 15. November 2012 – Freitag, 16. November 2012 In meinem Kalender speichern

Fachtagung: `Steigende Erwerbsbeteiligung von Frauen = zunehmende Prekarisierung?`

Aus der Veranstaltungsankündigung:

Aspekte von Prekarisierung und Prekarität durchdringen gegenwärtig alle gesellschaftlichen Ebenen. In dem wissenschaftlichen Diskurs haben diese Begriffe seit Mitte der 90er Jahre eine zunehmende Relevanz. Auf der diesjährigen efas-Jahrestagung wird das Spannungsfeld von Prekarisierung in Bezug auf die Heterogenität von Arbeits- und Lebensverhältnissen und die damit verbundene Geschlechterpolitik diskutiert werden. Das Thema der Tagung lautet: `Steigende Erwerbsbeteiligung von Frauen = zunehmende Prekarisierung?`. Wie ist Prekarität unter den heutigen entgrenzten Arbeits- und Lebensbedingungen (neu) zu definieren? Fragen der Vereinbarkeit und gleichberechtigten Teilhabe werden verbunden mit der Blickrichtung auf Chancen bzw. Barrieren im Kontext des sozialen, gesellschaftlichen und demographischen Wandels. Welche ökonomischen, sozialen und politischen Faktoren bedingen die Prekarisierung und welche Effekte werden durch die Prekarisierung der Arbeits- und Lebensbedingungen sichtbar? Wie differenziert müssen Faktoren sozialer Ungleichheit betrachtet werden, um gegenwärtige und künftige Entwicklungen der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik in ihrer Tragweite zu erfassen? Hierzu werden alte und neue Phänomene der zunehmenden Erwerbsbeteiligung von Frauen exemplarisch anhand von Forschungsergebnissen und konkreten Projekten aus den unterschiedlichen Perspektiven heraus analysiert und präsentiert - wie die Teilhabe von SGB II, das Phänomen der Familienernährerin, Karrierewege von Frauen im Einzelhandel und als Selbstständige, wie Aspekte der geringfügigen Beschäftigung und der Care-Arbeit sowie Prekarisierungsprozesse in der Wissenschaft. Dabei wird neben nationalen insbesondere auch globalen oder internationalen Sichtweisen der entsprechende Raum gegeben. Welche Positionen können aus Sicht der feministischen Ökonomie in Zeiten zunehmender Unsicherheiten und ökonomischer Krisen neue Wege aufzeigen? Wie werden Ungleichzeitigkeiten und Transformationsprozesse auf wissenschaftlicher, institutioneller und gesellschaftlicher Ebene kritisch begleitet? Welche Aspekte sind für die zukünftige Entwicklung wichtig?