Donnerstag, 01. Februar 2007 10.00 – 16.30 Uhr In meinem Kalender speichern

Familienpolitik aus der Gleichstellungsperspektive. Ein europäischer Vergleich

Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung

Das Thema Familienpolitik hat seit einiger Zeit hohe Konjunktur in Deutschland. Vor allem vor dem Hintergrund des sich immer deutlicher abzeichnenden demographischen Wandels stoßen familienpolitische Fragen auf ein größeres Interesse. Die in den letzten Jahrzehnten nachhaltig gestiegene Erwerbsbeteiligung von Frauen hat die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu einem der Schwerpunkte der aktuellen Debatte werden lassen. Dabei ist oft zu beobachten, dass die Vereinbarkeitsfrage noch immer als frauenspezifische Angelegenheit gesehen wird, während die Rolle der Väter nur wenig Aufmerksamkeit erfährt.

Familienpolitische Konzepte, die auf klassischen Geschlechterrollenbildern basieren, laufen in der heutigen Gesellschaft weitgehend ins Leere. Moderne Familienpolitik kann nicht umhin, sich mit gesellschaftlichen Veränderungsprozessen auseinanderzusetzen. Aus Deutschland, das auf diesem Gebiet im internationalen Vergleich in vielen Bereichen weit zurückliegt, wird bei der Suche nach innovativen Lösungsansätzen häufig in Richtung der europäischen Nachbarn geblickt.
Die von der Friedrich-Ebert-Stiftung in Auftrag gegebene Studie „Familienpolitik aus der Gleichstellungsperspektive. Ein europäischer Vergleich“ analysiert die Lebenssituation von Familien sowie die Familienpolitik in Großbritannien, Schweden, Frankreich und Deutschland. Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden auf der Konferenz präsentiert.

Expertinnen und Experten aus den vier Ländern diskutieren darüber hinaus unter anderem über folgende Fragen:

- Wie können in der Familienpolitik verstärkt Gleichstellungsaspekte berücksichtigt werden?
- Was kann Deutschland diesbezüglich von seinen europäischen Nachbarn lernen?
- Hat sich die elterliche Arbeitsteilung in europäischen Familien in den letzten Jahren signifikant verändert?
- Welche familienpolitischen Maßnahmen bieten eine sinnvolle Unterstützung für Mütter und Väter?

Wir laden Sie herzlich ein, sich bei dieser Konferenz zu informieren sowie über aktuelle familienpolitische Fragestellungen zu diskutieren.
www.fes.de