Mittwoch, 15. Juni 2005 11.00 – 16.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Farbe bekennen!

Mit dem Antidiskriminierungsgesetz Vielfalt gestalten und Diskriminierung verhindern

Ort: ver.di-Bundesverwaltung, Paula- Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin<br><br> Das geplante Antidiskriminierungsgesetz (ADG) ruft in den Gesichtern deutscher Wirtschaftsvertreter und einiger Politiker schon jetzt blankes Entsetzen hervor. Dem ohnehin schon auf der Intensivstation liegenden Patienten „Wirtschaftsstandort Deutschland“ drohe ab Juni angeblich ein weiterer Kreislaufkollaps. Dann wird voraussichtlich das neue Antidiskriminierungsgesetz in 2. und 3. Lesung im Bundestag verabschiedet. Unternehmerverbände befürchten „schweren Schaden“, weil das ADG Einstellungen behindere. Sie sehen eine Klagewelle durch das Land rollen: „Eldorado für Anwälte“ und in dem ADG „einen weiteren Schritt, das Land bürokratischer zu machen“.<br><br> Was ist dran an diesen Befürchtungen? Wird das Land tatsächlich Schaden nehmen, weil ein Gesetz Ungleichbehandlungen verhindern soll und dabei auf ethnische Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter und sexuelle Orientierung Rücksicht nimmt? Benachteiligt das ADG z.B. Firmen im Wettbewerb, wenn es ihnen verbietet, BewerberInnen ausschließlich wegen des Alters abzuweisen? Und welche Verbesserungen für mehr Gleichberechtigung, Toleranz und Vielfalt im Betrieb und in der Verwaltung lassen sich erreichen? Wo kann am besten angesetzt werden, um Diskriminierungen in Betrieb und Verwaltung abzubauen und zu verhindern? <br><br> Im Rahmen der Veranstaltung informieren Expertinnen und Experten sachlich über verschiedene Aspekte des ADG und Befürwortern wie Kritikern wird Gelegenheit gegeben, „Farbe zu bekennen!"