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Fachgespräch

Donnerstag, 10. Juli 2025 13.00 – 15.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Fachgespräch

Feminist Lunch: Wie weiter mit §218?

Versorgung ausbauen, finanzieren und sichern- bis zur Entkriminalisierung

Der Koalitionsvertrag „Verantwortung für Deutschland“ zwischen CDU, CSU und SPD, der seit Anfang April 2025 vorliegt, spricht von der Verbesserung der Versorgungslage bei Schwangerschaftsabbrüchen. Dabei wird jedoch ein entscheidender Aspekt nicht genannt: Schwangerschaftsabbrüche sind weiterhin im Strafgesetzbuch verankert, was die Versorgungssituation erheblich erschwert. Die Studie „ELSA – Erfahrungen und Lebenslagen ungewollt Schwangerer“, die noch immer nicht als Ganzes veröffentlicht worden ist, hat hierzu einen wichtigen Befund erhoben: Die Versorgung Betroffener ist unzureichend und das ist insbesondere durch organisatorische Hürden und rechtliche Unsicherheit bedingt. Ärzt*innen sehen sich zusätzlich mit Stigmatisierung, Protesten und Drohungen konfrontiert, was die Situation weiter verschärft.
Im Feminist Lunch möchten wir daher im kleinen Kreis und mit Inputs von Expert*innen aus Wissenschaft, Medizin und Politik, darunter:

  • Rona Torenz (wissenschaftliche Mitarbeit bei der ELSA-Studie),
  • Annika Kreitlow (Doctors for Choice/Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung-angefragt)
  • Ulle Schauws (MdB, frauenpolitische Sprecherin der Grünen Bundestagsfraktion)
  • Dr. Kirsten Kappert-Gonther (MdB, Berichterstatterin für Frauengesundheit, angefragt)

der Frage nachgehen: Wie können wir Druck auf die Regierung ausüben, die Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen als zentrales Gleichstellungsthema voranzutreiben und gleichzeitig mit konkreten und messbaren Schritten die Verbesserung der Versorgung schon jetzt ausbauen und sicherstellen?

Das Grußwort hält Dr. Imme Scholz, Vorständin der Heinrich-Böll-Stiftung e.V.

Anmeldung ab 12:45 Uhr

Kontakt: Amina Nolte, Referentin für sexuelle Selbstbestimmung und reproduktive Gerechtigkeit 
E nolte@boell.de


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