Workshop Samstag, 29. Februar 2020 – Sonntag, 01. März 2020 /
Berlin

Feministisch und ökologisch Wirtschaften

Zu Transformationsansätzen der Feministischen und Ökologischen Ökonomie

Datum, Uhrzeit
Sa., 29. Febr. 2020, 10.00 Uhr  –
So., 01. März 2020, 16.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung

Sprache
Deutsch
Veranstalter/in
Landesstiftung Berlin (Bildungswerk)
Feministische und Ökologische Ökonomie haben mehr miteinander zu tun, als es auf den ersten Blick scheint! Den Schnittstellen dieser Themen wollen wir uns ein Wochenende lang widmen. Dabei werden wir die Parallelen und Verbindungen der beiden Theorien herausarbeiten und uns konkrete Transformationsansätze anschauen.

Ganz ähnlich wie die Natur und ihre "Dienstleistungen" wird (weibliche) Care-Arbeit in den Wirtschaftswissenschaften marginalisiert. Und das, obwohl sie durch die Bereitstellung von Ressourcen bzw. Arbeitskraft die Grundlage allen Wirtschaftens bilden. Care-Arbeit bezeichnet dabei sämtliche bezahlte und unbezahlte Haus- und Pflegearbeit. Die Ausbeutung der Natur und der Sorgearbeit folgen dabei einer ähnlichen Logik, was sich auch daran erkennen lässt, dass Weiblichkeit oft mit Natur gleichgesetzt wird. Naturgüter und Care-Arbeit werden meist ohne oder mit nur geringer monetärer Entlohnung genutzt und dadurch meist übernutzt, was neben der ökologischen Krise auch eine Krise der Pflege- und Care-Arbeit hervorruft.

Gemeinsam werden wir die theoretischen Grundlagen im Spannungsfeld Ökologie-Feminismus-Ökonomie legen und danach Lösungs- bzw. Transformationsansätze, wie Postwachstum und Grünes Wachstum, unter die feministische Lupe nehmen. Wir werden uns anschauen, welche Auswirkungen ihre Umsetzung auf Care-Arbeit-Leistende und das Geschlechterverhältnis haben bzw. hätten.

Außerdem wollen wir überlegen, wie wir feministische Perspektiven an die bestehenden Theorien anknüpfen und diese konstruktiv erweitern können. Im Anschluss möchten wir uns weiteren Ansätzen widmen, die ökologische und feministische Perspektiven bereits miteinander verbinden, wie bspw. Doughnut Economics, Feminist Political Ecology oder Vorsorgendes Wirtschaften. Abschließend wollen wir uns feministische und ökologische Kritik am vorherrschenden Wohlstandsindikator BIP anschauen und Alternativen dazu kennenlernen.

Workshopleiterinnen:
Carolin Brodtmann und Lotte Maaßen, beide aktiv bei der Studentischen Initiative: Was ist Ökonomie?

Seminarzeiten:
Sa. 29.02. 10-16.30 Uhr
So. 01.03. 10-16.30 Uhr

Die Veranstaltung wird mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin finanziert.