Tagung Samstag, 07. März 2020 – Sonntag, 08. März 2020 /
Oberhausen

Feministisches Minifestival: "Wir brauchen uns!"

Am Theater Oberhausen

Datum, Uhrzeit
Sa., 07. März 2020, 00.00 Uhr  –
So., 08. März 2020, 23.59 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
➽ Siehe Veranstaltungsbeschreibung
Sprache
Deutsch
Teilnahmegebühren
Ticket Created with Sketch.
Eintrittskarten für Stücke und Diskussionen müssen beim Theater Oberhausen jeweils gekauft werden. Der Spielplan kann hier erreicht werden: https://www.theater-oberhausen.de/programm/spielplan.php#tag7
Veranstalter/in
Landesstiftung Nordrhein-Westfalen
Rechtliches
Allgemeine Geschäftsbedingungen
Am 7. & 8. März geht das Feministische Minifestival am Theater Oberhausen in die 3. Runde! Nachdem wir am Freitag (6.3.) mit der Premiere von "(save me) not" den Ton für das Wochenende gesetzt haben, freuen wir uns an den darauffolgenden Tagen auf inspirierende Vorträge, Gespräche, Vorstellungen und gemeinsames Tanzen.
Alles unter dem Motto der Solidarität. Wir wollen uns gegenseitig wertschätzen, bewundern und inspirieren!

SAMSTAG 7.3.

16.00 (Pool):Begrüßung durch das Theater und die Gleichstellungsstelle Oberhausen

16.30 (Pool):"Ja heißt ja und nein heißt nein. Sex in Zeiten von #metoo"
Vortrag von Mithu Sanyal, mit anschließender Diskussion
Die Kulturwissenschaftlerin, Autorin und Journalistin Mithu Sanyal hat in ihrem Buch "Vergewaltigung" (2016) eine umfassende, sachliche Auseinandersetzung mit der Haltung unserer Gesellschaft gegenüber Geschlecht, Sexualität und Verletzbarkeit vorgelegt. Dort schreibt sie: "Beim Sprechen über sexuelle und sexualisierte Gewalt halten sich hartnäckig die Vorstellungen von aktiver, aggressiver Männlichkeit und passiver, bedrohter Weiblichkeit." Auf einen Impuls-Vortrag folgt eine Diskussion zwischen Mithu Sanyal, einer Vertreterin der Frauenberatungsstelle Oberhausen, sowie Sunny Graff, Meisterin in Taekwondo und Selbstverteidigung, Gründerin des Vereins "Frauen in Bewegung" in Frankfurt/M. (noch nicht sicher). Darin versuchen wir weiblicher Selbstbestimmung näher zu kommen und zu analysieren, wie mit Zuschreibungen von Tätern und Opfern im aktuellen Diskurs um sexuelle und sexistische Gewalt Politik gemacht wird.
Moderation: Lucie Ortmann

19.30 (Saal 2): "(save me) not" von Frauen und Fiktion

21.00 (Pool): Meerkatzenblau (Konzert & Party)
Die Musikerin Marie-Christin Sommer hat uns schon in "Das Mädchen, mit dem die Kinder nicht verkehren durften" mit ihren poppigen Ohrwürmern mitgerissen. Jetzt ist sie mit ihrem neuen Album "Nach uns die Sinnflut" und ihrer gesamten Frauenpower im Pool am Start!
Im Anschluss feiern wir gemeinsam in den Internationalen Frauen*tag mit dem Motto "Reclaim the night!". Wir holen uns die Nacht zurück!

SONNTAG, 8.3.

16.30.-18.00 "Yalla, Feminismus!", Lesung von Dr. Bitch Ray mit Gespräch
Die promovierte Linguistin, Rapperin und alevitische Muslimin Reyhan Sahin aka Dr. Bitch Ray liest aus ihrem neuen Buch "Yalla, Feminismus!" (2019) und spricht mit Ella Steinmann (Agentin für Diversität am Theater Oberhausen) über Sexualität, Islam, Popkultur, Antirassismus und Frauen* im Wissenschaftsbetrieb. Dr. Bitch Ray engagiert sich für Frauensolidarität, bricht mit Sex-Tabus und macht deutlich, dass sich Kopftuch, Modebewusstsein und Feminismus keineswegs ausschließen.

18.30-19.10 "Melkhuse", Mini-Performance von Schauspielerin Nina Karimy
"Wissen Sie, was ich nie gelernt habe? Ich habe nie gelernt mich zu schu¨tzen, weil ich als Kind und später als Teenager niemanden um mich hatte, der mich schu¨tzt. Wogegen? Gegen sexueller Gewalt. Gegen Rassismus. Gegen Stigmata. Gegen körperlicher Gewalt. Vor allem die Literatur und das Theater haben mich im Stich gelassen. Heute weiß ich, dass ich nicht wirklich allein war. Denn Menschen mit meinen Erfahrungen sind unendlich. Von IHNEN wird nur selten erzählt. Fu¨r diese Menschen habe ich Melkhuse geschrieben."

19.30 (Saal 2): "Mimesia", Performance von Miriam Coretta Schulte
Wir imitieren, um Andere in uns aufzunehmen. Mit diesem Gedanken hat Mimesia 2017 in Kairo begonnen. Während eines Arbeitsaufenthalts dort lernte Miriam Coretta Schulte ein Netzwerk solidarischer Frauen kennen - und war fasziniert. Die Bewunderung der Bewunderung wurde zum Anlass, künstlerische Kompliz*innen zu versammeln. Und sich zurück zu erinnern, wer uns geprägt hat. Wann bewundern wir einige Personen so sehr, dass wir ihnen ähneln möchten? Können wir als Erwachsene unsere Fähigkeit zu Imitation und Nachahmung benutzen, um uns zu emanzipieren und zu solidarisieren?

7.3. und 8.3. (Foyer Saal 2): Schenke zum Traurigen Hund
Am Samstag vor der Vorstellung und am Sonntag nach der Vorstellung in Saal 2 verwöhnt Wirtin Uli hier wieder mit Häppchen, Getränken und gutem Barschnack. Hier lassen wir den Internationalen Frauen*tag gemütlich ausklingen.

Kuration: Elena von Liebenstein und Hannah Saar, Ausstattung: Birte Lebzien, Eva Lochner

Das Feministische Minifestival wird unterstützt von der Gleichstellungsstelle Oberhausen und der Heinrich Böll Stiftung NRW