- Dienstag, 19. Mai 2009 – Mittwoch, 20. Mai 2009 In meinem Kalender speichern
Festung oder Raum der Freiheit?
EU-Grenzpolitik im Mittelmeerraum
This event description is also available in English.
Bei dem Versuch, Armut, Krisen und Diktaturen zu entkommen oder ihren Angehörigen eine bessere Lebensperspektive bieten zu können, nehmen jährlich tausende von Menschen - vorwiegend aus Asien und Afrika - beschwerliche und lebensgefährliche Fluchtwege nach Europa in Kauf. Aber für viele dieser Migranten und Flüchtlinge endet der Traum vom besseren Leben in den Auffanglagern Nordafrikas. Oder sie lassen ihr Leben bei dem Versuch, auf einem der zahllosen kleinen, veralteten und völlig überfüllten Boote das Mittelmeer zu überqueren. Zu Beginn des Jahres 2009 betrug die Anzahl der seit 1988 dokumentierten Todesopfer an den europäischen Südgrenzen fast 14.000. Und das ist nur die Zahl der offiziell registrierten Toten.
EU-Spannungsfeld: Zuwanderungskontrolle und Flüchtlingsschutz
Aus Sicht von Flüchtlingsschutz und Asylpolitik war und ist die Politik der Europäischen Union vor allem auf die Reduzierung der Flüchtlingswanderung ausgerichtet. Im Spannungsfeld von Zuwanderungskontrolle und Flüchtlingsschutz liegt das Gewicht eindeutig auf den restriktiven Aspekten. Auch wenn die aktuelle globale Finanzkrise eine nachhaltige Wirkung auf die nationalen Arbeitsmärkte in der Europäischen Union haben wird, bleibt die paradoxe Konsequenz, dass viele EU-Staaten Schwierigkeiten haben werden, aufgrund des demografischen Wandels den Bedarf und die Nachfrage am Arbeitsmarkt zu befriedigen. Mittel- und langfristig ist Europa auf Arbeitsmigration angewiesen.
Chance auf eine befristete Öffnung des europäischen Arbeitsmarktes?
Diese Konferenz hinterfragt die Ursachen und Gründe für die Aus- und Einwanderung und thematisiert die teilweise menschenrechtswidrige Grenzschutzpolitik der Europäischen Union im Mittelmeer und in den nordafrikanischen Ländern. Gemeinsam mit Fachleuten aus Europa, Afrika und dem Nahen Osten sowie Vertretern von Regierungen, der Europäischen Kommission und der Afrikanischen Union diskutieren wir die Möglichkeit einer befristeten Öffnung des europäischen Arbeitsmarktes für bestimmte Kontingente von Auswanderungswilligen und Flüchtlingen. Vorrangiges Konferenzziel ist die stärkere Sensibilisierung für die politischen Zusammenhänge zwischen Migration, Grenzschutz, Menschenrechte und Entwicklung sowie politische Vorschläge mit dem Ziel der Förderung einer kohärenteren Migrationspolitik der Europäischen Union.
Mit:
Fatou Diome (Schriftstellerin)
Peter Altmaier (Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium des Innern)
Elizabeth Adjei (Direktorin Ghana Immigration Service)
Yayi Bayam Diouf (Frauenvereinigung gegen illegale Migration)
Prof. Loren Landau (University of the Witwatersrand)
Martin Baldwin-Edwards (Ko-Direktor Mediterranean Migration Observatory, Athen)
Mahamat S. Annadif, Vertretung der Afrikanischen Union bei der Europäischen Union, Brüssel
Dr. Henk van Houtum (Leiter des Nijmegen Centre for Border Research)
Manuel Pombo, Sonderbeauftragter des Generaldirektors, International Organization for Migration (IOM), Madrid
Prof. Mehdi Lahlou (Nationales Institut für Statistik und Angewandte Ökonomie Rabat)
Pippo Costella, On the Road, Martinsicuro
Michael Bird, British Council, Berlin
Klaus Roesler, Director of Operations Division, Frontex, Warschau
Kerstin Müller, MdB, Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Köln
Bei dem Versuch, Armut, Krisen und Diktaturen zu entkommen oder ihren Angehörigen eine bessere Lebensperspektive bieten zu können, nehmen jährlich tausende von Menschen - vorwiegend aus Asien und Afrika - beschwerliche und lebensgefährliche Fluchtwege nach Europa in Kauf. Aber für viele dieser Migranten und Flüchtlinge endet der Traum vom besseren Leben in den Auffanglagern Nordafrikas. Oder sie lassen ihr Leben bei dem Versuch, auf einem der zahllosen kleinen, veralteten und völlig überfüllten Boote das Mittelmeer zu überqueren. Zu Beginn des Jahres 2009 betrug die Anzahl der seit 1988 dokumentierten Todesopfer an den europäischen Südgrenzen fast 14.000. Und das ist nur die Zahl der offiziell registrierten Toten.
EU-Spannungsfeld: Zuwanderungskontrolle und Flüchtlingsschutz
Aus Sicht von Flüchtlingsschutz und Asylpolitik war und ist die Politik der Europäischen Union vor allem auf die Reduzierung der Flüchtlingswanderung ausgerichtet. Im Spannungsfeld von Zuwanderungskontrolle und Flüchtlingsschutz liegt das Gewicht eindeutig auf den restriktiven Aspekten. Auch wenn die aktuelle globale Finanzkrise eine nachhaltige Wirkung auf die nationalen Arbeitsmärkte in der Europäischen Union haben wird, bleibt die paradoxe Konsequenz, dass viele EU-Staaten Schwierigkeiten haben werden, aufgrund des demografischen Wandels den Bedarf und die Nachfrage am Arbeitsmarkt zu befriedigen. Mittel- und langfristig ist Europa auf Arbeitsmigration angewiesen.
Chance auf eine befristete Öffnung des europäischen Arbeitsmarktes?
Diese Konferenz hinterfragt die Ursachen und Gründe für die Aus- und Einwanderung und thematisiert die teilweise menschenrechtswidrige Grenzschutzpolitik der Europäischen Union im Mittelmeer und in den nordafrikanischen Ländern. Gemeinsam mit Fachleuten aus Europa, Afrika und dem Nahen Osten sowie Vertretern von Regierungen, der Europäischen Kommission und der Afrikanischen Union diskutieren wir die Möglichkeit einer befristeten Öffnung des europäischen Arbeitsmarktes für bestimmte Kontingente von Auswanderungswilligen und Flüchtlingen. Vorrangiges Konferenzziel ist die stärkere Sensibilisierung für die politischen Zusammenhänge zwischen Migration, Grenzschutz, Menschenrechte und Entwicklung sowie politische Vorschläge mit dem Ziel der Förderung einer kohärenteren Migrationspolitik der Europäischen Union.
Mit:
Fatou Diome (Schriftstellerin)
Peter Altmaier (Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium des Innern)
Elizabeth Adjei (Direktorin Ghana Immigration Service)
Yayi Bayam Diouf (Frauenvereinigung gegen illegale Migration)
Prof. Loren Landau (University of the Witwatersrand)
Martin Baldwin-Edwards (Ko-Direktor Mediterranean Migration Observatory, Athen)
Mahamat S. Annadif, Vertretung der Afrikanischen Union bei der Europäischen Union, Brüssel
Dr. Henk van Houtum (Leiter des Nijmegen Centre for Border Research)
Manuel Pombo, Sonderbeauftragter des Generaldirektors, International Organization for Migration (IOM), Madrid
Prof. Mehdi Lahlou (Nationales Institut für Statistik und Angewandte Ökonomie Rabat)
Pippo Costella, On the Road, Martinsicuro
Michael Bird, British Council, Berlin
Klaus Roesler, Director of Operations Division, Frontex, Warschau
Kerstin Müller, MdB, Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Köln
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin