- Mittwoch, 12. September 2007 19.00 – 22.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Filmlabor #5: Am Nullpunkt - Das Gegenwartskino und die Kultur der Angst
Filmreihe
Film: „Wolfzeit“ von Michael Haneke
Mit:
Dr. Thomas Meder (Institut für Mediengestaltung, FH Mainz)
Katrin Nickeleit, Psychoanalytikerin, Berlin
Moderation: Christiane Peitz, Tagesspiegel
Angst essen Seelen auf. Ein weitverbreitetes Unbehagen erfasst die westlichen Gesellschaften, das sich vermutlich aus unterschiedlichsten Quellen speist: Der Umbau der Arbeitswelt und die damit verbundene Gefahr eines sozialen Abstiegs, der Klimawandel und die sich häufenden Wetterextreme, die erhöhte Fremdenfeindlichkeit sowie der vergebliche Kampf um Sicherheitsmaßnahmen gegen den globalen Terrorismus mögen dazu beitragen. Das diffuse Gefühl einer allseitigen Bedrohungslage ist zu einer sozialpsychologischen Wirkkraft geworden, die sich durch therapeutische Sonntagsreden nicht vertreiben lässt. Sprengt diese Kultur der Angst solidarische Gefüge? Fördert sie systematisch Gewalt und Verrohung? Wachsen Phobien, weil sich der Einzelne immer mehr allein gelassen fühlt? Der Film „Wolfzeit“ von Michael Haneke entwirft ein Szenario, in dem ein schemenhaft gezeichneter Ernstfall zur Enthemmung darwinistischer Reflexe führt. Keiner hilft keinem, so seine düstere Prophetie für den Tag X.
Postkarte (PDF)
Mit:
Dr. Thomas Meder (Institut für Mediengestaltung, FH Mainz)
Katrin Nickeleit, Psychoanalytikerin, Berlin
Moderation: Christiane Peitz, Tagesspiegel
Angst essen Seelen auf. Ein weitverbreitetes Unbehagen erfasst die westlichen Gesellschaften, das sich vermutlich aus unterschiedlichsten Quellen speist: Der Umbau der Arbeitswelt und die damit verbundene Gefahr eines sozialen Abstiegs, der Klimawandel und die sich häufenden Wetterextreme, die erhöhte Fremdenfeindlichkeit sowie der vergebliche Kampf um Sicherheitsmaßnahmen gegen den globalen Terrorismus mögen dazu beitragen. Das diffuse Gefühl einer allseitigen Bedrohungslage ist zu einer sozialpsychologischen Wirkkraft geworden, die sich durch therapeutische Sonntagsreden nicht vertreiben lässt. Sprengt diese Kultur der Angst solidarische Gefüge? Fördert sie systematisch Gewalt und Verrohung? Wachsen Phobien, weil sich der Einzelne immer mehr allein gelassen fühlt? Der Film „Wolfzeit“ von Michael Haneke entwirft ein Szenario, in dem ein schemenhaft gezeichneter Ernstfall zur Enthemmung darwinistischer Reflexe führt. Keiner hilft keinem, so seine düstere Prophetie für den Tag X.
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin