Mittwoch, 05. Dezember 2007 19.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Filmlabor #6: Lockruf des Goldes

Doping als mediales Ereignis

Film: `Katharina Bullin – Ich dachte ich wär die Größte` von Marcus Welsch

Lecture: Pepe Danquart (Filmemacher)

Mit:
Dr. Giselher Spitzer (Sporthistoriker, Humboldt-Uni Berlin)
Dr. Michael Vesper (Generaldirektor des DOSB, angefragt)
Marcus Welsch (Filmemacher)

Seit den Skandalen bei der diesjährigen Tour de France ist die Debatte über Doping wieder voll entbrannt. Darf der Staat weiterhin auf die Selbstheilungskräfte der Sportverbände hoffen oder müssen die Kontrollregime noch konsequenter ausgebaut werden?

Experten haben wenig Hoffnung, dass der Wettlauf gegen den Erfindungsreichtum der Pharmakologen zu gewinnen ist. Ob Radrennen, Kurzsprints oder Kugelstoßen – auch wenn die Dopingstichproben vor Beginn sportlicher Großveranstaltungen bei den meisten Probanden negativ ausfallen, darf man davon ausgehen, dass einige ihre Leistung mit verbotenen Substanzen pushen.

Das Publikum weiß um diese Zusammenhänge und prämiert dennoch nur den Sieger. Verdacht und Faszination werden zu ständigen Begleitern des Spitzensports.

Warum Doping als gesamtgesellschaftliche Herausforderung begriffen werden muss, wie die physiologischen Folgen künstlichen Muskelaufbaus aussehen und in welchen Teufelskreis Athleten durch den eigenen Ehrgeiz geraten können, zeigt der Film über die frühere DDR-Volleyball-Nationalspielerin Katharina Bullin auf eindringliche Weise.