- Freitag, 07. Mai 2004 19.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Frankfurt am Main: Nach dem Beitritt
Welche Ziele verfolgen die neuen Mitglieder der Europäischen Union?
Ab dem 1. Mai 2004 besteht die
Europäische Union aus nunmehr 25
Staaten. Der Beitritt zur EU war das
erklärte Ziel der verantwortlichen
Regierungen aller 10 Beitrittsländer. Alle
Anstrengungen der neuen EU-Mitglieder
waren folgerichtig vor allem darauf
gerichtet, die Bedingungen für die
Aufnahme zu erfüllen und die notwendige
Akzeptanz in ihren jeweiligen Ländern zu
organisieren, um die notwendigen
Referenden über den EU-Beitritt erfolgreich
bestehen zu können.
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Die Frage jedoch, welche Ziele und
Interessen innerhalb der EU eigentlich
verfolgt und vertreten werden sollen, wenn
man dann endlich Mitglied ist, wurde
weitgehend außer acht gelassen. Hierin ist
einer der wesentlichen Gründe zu sehen,
warum es vielen Regierungen der
Beitrittsländer so schwer gefallen ist, ihre
jeweiligen Bevölkerungen für den Beitritt
zu begeistern, wenngleich – aus eher
zweckrationalen Beweggründen heraus –
die Zustimmung dennoch überall ziemlich
deutlich ausfiel. Nachdem nun das
Beitrittsziel erreicht wurde, macht sich
ein „burn-out“-Syndrom nicht nur in der
Bevölkerung, sondern auch in den
jeweiligen intellektuellen Eliten
bemerkbar. „Wir haben alle unsere Energie
für den Beitritt verbraucht, nun stehen wir
nackt da“, erklärte der polnische
Intellektuelle Adam Krzeminski im
vergangenen Jahr.
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ReferentInnen:</b>
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Alfred Grosser,
Politikwissenschaftler und Publizist, Paris
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Milan Horácek,
Leiter des Büros der Heinrich-Böll-Stiftung
e. V., Prag
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Adam Krzeminski,
Redakteur der
Wochenzeitschrift »Polityka«, Warschau
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Irena Lipowicz,
Botschafterin der Republik Polen in
Österreich, Wien
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Peter Tempel,
Kabinettschef des für die EU-Erweiterung
zuständigen EU-Kommissars Günter
Verheugen, Brüssel
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Moderation:<br>Wilfried von Bredow,
Politikwissenschaftler, Universität Marburg
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- Veranstalter*in
- Landesstiftung Hessen