Montag, 26. Januar 2009 11.00 – 12.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Frankfurt hat mehr Frauen in der Politik als andere deutsche Großstädte

Präsentation der Studie `Unterrepräsentanz von Frauen in der Kommunalpolitik`

Im Superwahljahr 2009 stehen in acht Bundesländern  Kommunalwahlen an. In Kommunen machen Frauen durchschnittlich lediglich ein Drittel der Stadt- und Gemeinderäte aus, genauso wenig wie bei Landtags- und Bundestagsmandaten. In den einzelnen Kommunen, besonders im kreisangehörigen Raum, liegt der Frauenanteil noch deutlich darunter. Wie bekommen  Kommunen als `Grundschule der Demokratie` mehr  Politikerinnen-Nachwuchs?

Antworten gibt die aktuelle Studie `Unterrepräsentanz von Frauen in der Kommunalpolitik - Parteien machen den feinen Unterschied`, die von der Heinrich-Böll-Stiftung in Auftrag gegeben wurde. Die Studie belegt eindrucksvoll, dass die mangelhafte Vertretung von Frauen in Stadt- und Gemeinderäten hauptsächlich mit Parteistrukturen und - kulturen sowie dem Wahlrecht zusammenhängt. Dabei ist entscheidend, ob Parteien interne Quoten haben und wie ambitioniert sie diese umsetzen. Dies steht im deutlichen Gegensatz zu den Ergebnissen der erst kürzlich vom Bundesfrauenministerium vorgestellten Untersuchung im  Rahmen der Kampagne `Frauen Macht Kommune`, die auf persönliche Faktoren wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Unterstützung durch den Partner und eine lokale `Anerkennungskultur` abhob.

Auf der Pressekonferenz stellt ein Autor der Studie die Ergebnisse des vorläufigen Abschlussberichtes vor.  Frankfurt bietet sich als Ort der Präsentation an: Die Mainmetropole steht auf Platz 1 beim `Genderranking deutscher Großstädte`. Dieses erste Genderranking aller deutschen Städte ab 100.000 Einwohner/innen ist Bestandteil der Studie. Frankfurts Frauendezernentin Jutta Ebeling erklärt, wie es dieser Stadt gelungen ist, Frauen in der Kommunalpolitik nach vorn zu bringen.

Mit:
Jutta Ebeling, Dezernentin für Bildung und Frauen Frankfurt/Main
PD Dr. Lars Holtkamp, FernUniversität Hagen, Autor der Studie
Sabine Drewes, Referentin für Kommunalpolitik und
Stadtentwicklung, Heinrich-Böll-Stiftung
Henning von Bargen, Leiter des Gunda-Werner-Instituts für Feminismus und Geschlecherdemokratie, Heinrich-Böll-Stiftung

Hinweis:
Ab 26. Januar 2009 steht die Studie auf www.boell.de/demokratie. Eine 10-seitige Kurzfassung kann ab sofort angefordert werden via presse@boell.de.