Workshop

Freitag, 16. September 2022 19.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Workshop

Freiheit in der (digitalen) Gegenwart

Eine Kooperation des Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken, der Heinrich Böll Stiftung Bremen sowie der Böll-Bundesstiftung

Workshop 16.09.2022 (19 – 21 Uhr) im „Raum im Hof“ (Fehrfeld 61)

Die politischen und gesellschaftlichen Folgen der Digitalisierung und Algorithmisierung werden weiterhin kontrovers diskutiert. Kritische Stimmen warnen vor einer zunehmenden Entpolitisierung und Entdemokratisierung politischer Gemeinwesen beziehungsweise dem Zerfall politischer und öffentlicher Freiheitsräume.

In diesem Zusammenhang ist angesichts der ausufernden und intransparenten Speicherung persönlicher Daten – nicht zuletzt durch private Wirtschaftsakteur:innen –  von gezielten Übergriffe auf die Persönlichkeits- und Freiheitsrechte der Bürger:innen die Rede. Während den Nutzer:nnen digitaler Devices die Freiheit unbegrenzter (Partizipations-)Möglichkeiten und eine unbeschränkte Informations- und Wahlfreiheit suggeriert werde, hätten sich, so einige Kritiker:innen, neue Anpassungs- und Abhängigkeitsformen beziehungsweise neue Unfreiheiten, Entmündigungen und (Selbst-)Unterwerfungen herausgebildet. Oder handelt es sich bei all diesen „Diagnosen“ lediglich um eine altbekannte Technikskepsis, die die freiheitlichen und emanzipatorischen Potenziale neuer digitaler Technologien übersieht?

Ist die Autonomie und freie Selbstbestimmung des Menschen tatsächlich so gefährdet, wie mancherorts behauptet wird? Wie beeinflussen digitale Technologien die freie Meinungsbildung, das Urteilsvermögen und nicht zuletzt die politische Handlungsfähigkeit der Bürgerinnen und Bürger? Steuern Algorithmen unsere Wahrnehmung der Realität beziehungsweise unser Weltverständnis? Welche Rückwirkungen auf freiheitliche und plurale Debattenkulturen bestehen? Inwieweit ist die allgegenwärtige Digitalisierung politisch steuerbar oder zumindest gestaltbar, zugunsten von Freiheit und Selbstbestimmung? Wie und wodurch konstituiert sich politische Freiheit in der (digitalen) Gegenwart?

Eingeleitet wird der Workshop durch einen Beitrag (in Präsenz) von Peter Schmitt, Philosoph, Musiker und Autor des Buches Postdigital. Medienkritik im 21. Jahrhundert.

Bitte unbedingt anmelden unter: ruedel@uni-bremen.de

Eine Kooperation des Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken, der Heinrich Böll Stiftung Bremen sowie der Böll-Bundesstiftung

Adresse
▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung
Veranstalter/in
Landesstiftung Bremen
Sprache
Deutsch