Online-Diskussion Mittwoch, 11. November 2020

Friedensverhandlungen in Afghanistan: Erwartungen der Bevölkerung

Datum, Uhrzeit
Mi., 11. Nov. 2020,
10.00 – 12.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
▶ Online-Veranstaltung

Sprache
Englisch
Veranstalter/in
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin

Nach Jahren von Krieg und gewaltsamen Konflikten begannen im Jahr 2019 Verhandlungen zwischen den USA und den Taliban über einen Truppenabzug der internationalen Streitkräfte und Sicherheitsgarantien der Taliban. Das entsprechende Abkommen wurde im Februar 2020 in Doha unterzeichnet. Es stellt die Grundlage für die innerafghanischen Friedensgespräche zwischen den Taliban und der afghanischen Regierung dar, die nach langer mühevoller Vorbereitung am 12. September 2020 in Doha begonnen haben.

Es ist davon auszugehen, dass die Verhandlungen nicht einfach werden, da beide Seite extrem unterschiedliche Positionen zur Gestaltung der Zukunft des Landes haben. Eine weitere Schwierigkeit besteht darin, dass die gegenwärtige Regierung - aufgrund der schwachen Wahlbeteiligung bei den Wahlen vom September 2019 - über eine geringe Legitimität verfügt. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob die Erwartungen der afghanischen Bevölkerung und Zivilgesellschaft in den Verhandlungen angemessen berücksichtigt werden.

Um ein besseres Verständnis dieser Erwartungen an den Friedensprozess zu erhalten, hat das Salah Konsortium, ein Zusammenschluss von sieben afghanischen zivilgesellschaftlichen Organisationen, von Dezember 2019 bis Januar 2020 eine Umfrage bei mehr als 6.000 Afghaninnen und Afghanen in allen Provinzen durchgeführt. Die Ergebnisse wurden im März 2020 in Afghanistan vorgestellt.

In dieser Veranstaltung bewerten Expert/innen aus Europa und Afghanistan den bisherigen Prozess der  bisherigen Friedensverhandlungen. Dazu wollen wir im ersten Panel mit Beteiligten an den Friedensverhandlungen und Analysten aus Afghanistan diskutieren. Außerdem soll die Rolle der internationalen Gemeinschaft beim Zustandekommen und dem künftigen Fortschritt der Verhandlungen beleuchtet werden.

Ein zweites Panel wird sich spezifischer mit den Erwartungen der Bevölkerung an den Friedensprozess befassen. Wir werden kurz die Umfrage* „Erwartungen der Bevölkerung an den Friedensprozess“ vorstellen und die Frage diskutieren, wie diese Erwartungen in die Verhandlungen eingebracht werden können.

An der Diskussion beteiligen sich als Podiumsgäste:

  • Najiba Ayoubi, Afghanische Journalistin und Direktorin von Radio Kellied
  • Fawzia Koofi, Mitglied der Regierungsdelegation bei denFriedensverhandlungen in Doha
  • Andreas Krüger, Auswärtiges Amt
  • Dr. Najeeb Azizi, Mitautor der Umfrage “People’s Perceptions on the Peace Process”
  • Palwasha Achekzai, Frauenrechtsaktivistin und Autorin aus der Provinz Balkh
  • Masood Karokhail, Direktor der Organisation The Liaison Office (TLO)

Moderation:

  • Dirk Scheelje, Heinrich Böll Stiftung, Schleswig-Holstein
  • Jost Pachaly, Asien-Referat, Heinrich-Böll-Stiftung

Sprache: Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.
Anmeldung: Eine Anmeldung ist erforderlich.


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Kontakt:

Felix Speidel, IZ-Referat Asien
Mail: speidel@boell.de
Tel.: 030 285 34-324