- Mittwoch, 11. März 2009 13.15 – 20.15 Uhr In meinem Kalender speichern
Für mehr Bildungsgerechtigkeit im Lebenslauf
Die Schulkommission der Heinrich-Böll-Stiftung stellt ihre Empfehlungen zur Diskussion
Das deutsche Bildungssystem ist ungerecht. Vor allem Kinder und Jugendliche aus schwierigen sozioökonomischen Verhältnissen laufen Gefahr, den Anschluss zu verlieren. Bildungsarmut ist erblich geworden.
In ihrer Empfehlung „Bildungsgerechtigkeit im Lebenslauf“ stellt die Schulkommission der Heinrich-Böll-Stiftung die Förderung der sogenannten Risikogruppe in den Mittelpunkt ihrer Reformüberlegungen. Die Konzentration auf diese Gruppe, der immerhin 20 Prozent aller Schülerinnen und Schüler angehören, eröffnet Reformstrategien für das gesamte Schulsystem. Denn es geht um die Verbesserung der Förderfähigkeit der Schulen insgesamt.
Die Ungerechtigkeiten sind zugleich Qualitäts- und Leistungsdefizite des Bildungssystems. Entscheidungen über den weiteren Bildungsverlauf werden in individuellen Biografien fortlaufend getroffen. Die Chancen und Spielräume sind jedoch zu selten aufgrund von Leistung verteilt. Die Schulkommission plädiert daher für eine hohe Leistungsorientierung und dafür, Bildungsgerechtigkeit aus einer Lebenslaufperspektive zu betrachten. So rücken die individuelle Förderung, die Anschlussfähigkeit von Abschlüssen und die Durchlässigkeit des Bildungssystems in den Blick.
Auf der Tagung werden zentrale Handlungsempfehlungen der Schulkommission zur Debatte gestellt. Wie lassen sich die bestehenden Schulstrukturen weiterentwickeln, wie regionale Bildungslandschaften stärken? Wie können Übergänge zwischen Schule, Berufsbildung und Hochschule erleichtert werden?
Mit:
Martin Baethge (Sozialwissenschaftliches Forschungsinstitut Göttingen),
Jürgen Baumert (Direktor des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung),
Helmut Fend (Universität Zürich),
Priska Hinz (MdB Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag),
Hans-Jürgen Kuhn (Vorsitzender der Schulkommission),
Günter Lambertz (Deutscher Industrie- und Handelskammertag),
Sylvia Löhrmann (MdL, Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen im Landtag Nordrhein-Westfalen),
Cem Özdemir (Bundesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen),
Andreas Poltermann (Heinrich Böll Stiftung),
Cornelia Stern (Bertelsmann Stiftung),
Sabine Süß (Schader-Stiftung, Stiftungsverbund `Lernen vor Ort`),
Heinz-Elmar Tenorth (Humboldt Universität zu Berlin),
Sybille Volkholz (Bürgernetzwerk Bildung des VBKI, Berliner Bildungssenatorin a.D.) u.a.
Hier können Sie die Empfehlungen der Kommission herunterladen
In ihrer Empfehlung „Bildungsgerechtigkeit im Lebenslauf“ stellt die Schulkommission der Heinrich-Böll-Stiftung die Förderung der sogenannten Risikogruppe in den Mittelpunkt ihrer Reformüberlegungen. Die Konzentration auf diese Gruppe, der immerhin 20 Prozent aller Schülerinnen und Schüler angehören, eröffnet Reformstrategien für das gesamte Schulsystem. Denn es geht um die Verbesserung der Förderfähigkeit der Schulen insgesamt.
Die Ungerechtigkeiten sind zugleich Qualitäts- und Leistungsdefizite des Bildungssystems. Entscheidungen über den weiteren Bildungsverlauf werden in individuellen Biografien fortlaufend getroffen. Die Chancen und Spielräume sind jedoch zu selten aufgrund von Leistung verteilt. Die Schulkommission plädiert daher für eine hohe Leistungsorientierung und dafür, Bildungsgerechtigkeit aus einer Lebenslaufperspektive zu betrachten. So rücken die individuelle Förderung, die Anschlussfähigkeit von Abschlüssen und die Durchlässigkeit des Bildungssystems in den Blick.
Auf der Tagung werden zentrale Handlungsempfehlungen der Schulkommission zur Debatte gestellt. Wie lassen sich die bestehenden Schulstrukturen weiterentwickeln, wie regionale Bildungslandschaften stärken? Wie können Übergänge zwischen Schule, Berufsbildung und Hochschule erleichtert werden?
Mit:
Martin Baethge (Sozialwissenschaftliches Forschungsinstitut Göttingen),
Jürgen Baumert (Direktor des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung),
Helmut Fend (Universität Zürich),
Priska Hinz (MdB Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag),
Hans-Jürgen Kuhn (Vorsitzender der Schulkommission),
Günter Lambertz (Deutscher Industrie- und Handelskammertag),
Sylvia Löhrmann (MdL, Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen im Landtag Nordrhein-Westfalen),
Cem Özdemir (Bundesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen),
Andreas Poltermann (Heinrich Böll Stiftung),
Cornelia Stern (Bertelsmann Stiftung),
Sabine Süß (Schader-Stiftung, Stiftungsverbund `Lernen vor Ort`),
Heinz-Elmar Tenorth (Humboldt Universität zu Berlin),
Sybille Volkholz (Bürgernetzwerk Bildung des VBKI, Berliner Bildungssenatorin a.D.) u.a.
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin