Film und Gespräch Mittwoch, 26. Mai 2021 /
Hannover

Für Sama | Filmscreening und Gespräch

mit Mohamed Hussein (Hometown e. V.) und Christoph Dinkelaker (dis:orient e. V.)

Datum, Uhrzeit
Mi., 26. Mai 2021,
18.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern
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Die Filmemacher Waad al-Kateab und Edward Watts haben einen beeindruckenden Film gedreht. FÜR SAMA (FOR SAMA) ist ein Vermächtnis an al-Kateabs im Krieg geborene Tochter. Über Jahre hat die junge Frau mit ihrem Handy und ihrer Kamera zunächst die Protestbewegungen und dann den furchtbaren Krieg in Syrien dokumentiert. Sie hat das Leid der Menschen und der Personen in ihrer unmittelbaren Nähe aufgezeichnet und findet selbst inmitten der Bombardements Spuren von Freude und Lebensmut. Gerade durch diesen Blick von Innen heraus ist der Film so besonders, so wahr, so entsetzlich und unfassbar. Und doch ist er auch ein Zeugnis für das Miteinander der Menschen, für den Zusammenhalt in Krisenzeiten und für Toleranz.

Der Film ist ein Liebesbrief der jungen Mutter Waad al-Kateab an ihre Tochter Sama. Über einen Zeitraum von fünf Jahren erzählt sie von ihrem Leben im aufständischen Aleppo, wo sie sich verliebt, heiratet und ihr Kind zur Welt bringt, während um sie herum der verheerende Bürgerkrieg immer größere Zerstörung anrichtet. Ihre Kamera zeigt auf berührende und unmittelbare Weise Verlust, Überleben und Lebensfreude inmitten des Leids. Waad muss sich entscheiden, ob sie fliehen und ihre Tochter in Sicherheit bringen oder bleiben und den Kampf für die Freiheit weiterführen soll, für den sie schon so viel geopfert hat.

Im Anschluss an den Film führt Mohamed Hussein das Gespräch mit Christoph Dinkelaker über die aktuelle Situation in Syrien und in den Städten Aleppo sowie Idlib, wo Wa'ad im Anschluss an den Film war. Im Fokus liegen dabei die sozioökonomische Lage und die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie.

Mohamed hat in Aleppo Medizin studiert und kennt die Stadt noch, wie sie vor 2011 pulsierte. Er ist seit 2017 im Vorstand von Hometown und arbeitet als Arzt in Gronau. Christoph ist studierter Islam-, Politik- und Geschichtswissenschaftler mit Fokus auf Westasien. Der Mitgründer von Alsharq - heute dis:orient - war zwischen 2011 und 2014 bei der Friedrich-Ebert-Stiftung und dem Willy-Brandt-Zentrum in Jerusalem tätig. In Berlin arbeitet er als Geschäftsführer für Alsharq REISE. Christoph hält regelmäßig Vorträge, moderiert Veranstaltungen und leitet Bildungsseminare zu Themen, die Westasien und Europa verbinden.

Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 7,50 Euro

Kartenvorbestellung www.filmkunstkinos-hannover.de oder telefonisch ab 14 Uhr Tel. 0511-317802

Veranstalter: Hometown e. V., www.hometown-hannover.de, info@hometown-hannover.de, Faceboook @hometownhannover, Instagram @hometownhannover und das Kino am Raschplatz

In Kooperation mit: Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen und dem Kino am Raschplatz

In pädagogischer Verantwortung: Verein Nds. Bildungsinitiativen e. V.