Dienstag, 23. April 2013 19.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern

«FUSSBALL VS. HOBOS» - Eine Gonzo-Riot-Lesung und Ausstellungseröffnung

Lesung, Gesang und Diskussion

Im Rahmen der Zwickauer Tage der Demokratie und Toleranz wird die Ausstellung «Vorurteile machen blind. Rechtsextreme Vorurteile und wie wir ihnen begegnen» in den Räumen des Fanprojekts Zwickau eröffnet.

Begleitend heißt es: «Fußball vs. Hobos»

Gerd Dembowski aus Berlin wurde bekannt durch Ausstellungen wie „Tatort Stadion“, das Bündnis Aktiver Fußballfans (BAFF) und sein Buch „Fußball vs. Countrymusik“ (Papyrossa Verlag). Irgendwann kaufte er sich ein Flugticket in die USA, zerbiss seine Bankkarten und tauchte unter. Als er wiederkam, hatte er sein Potpourri aus spielerischen Kurzgeschichten um Nationalismus, Rassismus, Sexismus und Homophobie angereichert um Erfahrungen als Wanderer in den USA. An den daraus entstandenen berüchtigten Leseabenden puzzelt er seine Texte in ein liebevolles Chaos aus Kinderinstrumenten und eigenem Riot-Folk-Gesang.
Entwaffnende Kurzgeschichten und amüsant-politische Satire, die mit schonungslos persönlichen Eingängen immer den Weg in ein großes gesellschaftliches Thema weisen. Es geht um Beobachtungen zum „Patriotismus“ bis zum Springen auf Frachtzüge, um einen Besuch beim FBI und eine Geisterstadt in Illinois. Antitainment vom Feinsten. Hören Sie infame Verleumdungen und herzvolle Liebeserklärungen – ein literarischer Drahtseilakt zwischen Realität und Realitätssteigerung. Erscheinen Sie deshalb möglichst zahlreich, am besten manisch.

Als Arbeiterkind von Spätaussiedlern aus dem polnischen Gizycko studierte Gerd Dembowski von 1993 bis 1998 Sozialwissenschaften und Pädagogik an der Gerhard-Mercator-Universität-GH in Duisburg. Dort fand der damalige Vereinsfußballer seinen Weg in die gesellschaftswissenschaftlichen Analysen des Fußballs. Seit September 2012 arbeitet Dembowski für die Kompetenzgruppe Fankulturen und Sport bezogene Soziale Arbeit am Institut für Sportwissenschaft der Leibniz Universität Hannover.
Veranstalter*in
Landesstiftung Sachsen (Weiterdenken)
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