Vortrag Dienstag, 27. Oktober 2020 /
Hamburg

NEU: Online-Veranstaltung: GenderData - Digitalisierung und Geschlecht in Zeiten von Corona

Hatespeech nicht nur in Zeiten von Corona

Urheber/in: Inga Müller / DenkTräume. All rights reserved.
Datum, Uhrzeit
Di., 27. Okt. 2020,
19.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung

Teilnahmegebühren
Ticket Created with Sketch.
Eintritt frei
Veranstalter/in
Landesstiftung Hamburg (Umdenken)

Aufgrund der aktuellen Corona-Lage findet diese Veranstaltung online statt!

 

Die Veranstaltungsreihe:

Haben Daten ein Geschlecht? Sind sie weiblich, männlich, divers? Was –bitteschön –hat die Digitalisierung mit Geschlecht zu tun? Sehr viel! Denn die Digitalisierung wird von Menschen gemacht, sie ist nicht neutral. In ihr bilden sich die Machtstrukturen der Gesellschaft ab, sexistische und rassistische Grundannahmen spiegeln sich wieder. Durch Corona hat die Digitalisierung einen weiteren Schub erfahren und ist in den Alltag sehr vieler, wenn auch nicht aller, Menschen getreten. Auch hier stellt sich die Frage, wer nutzt sie in welchem Maße? Trägt sie zu mehr Geschlechtergerechtigkeit bei oder verfestigt sie traditionelle Rollenmuster? Die Reihe beleuchtet verschiedene Aspekte in der digitalen Welt und fragt dabei immer danach, was sie für die unterschiedlichen Geschlechter bedeuten.
Die Reihe versteht sich als Fortsetzung der Tagung Digitalisierung Chancen, Risiken und Herausforderungen für Frauenaus dem Oktober 2019.

Hatespech - nicht nur in in Zeiten von Corona

Vortrag und Diskussion mit Francesca Schmidt (Gunda-Werner-Institut / Heinrich-Böll-Stiftung))

Beschimpfungen, Beleidigungen und Bedrohungen: Hatespeech im Internet ist schon länger als Phänomen bekannt, das in Zeiten von Corona eher noch zugenommen hat. Betroffen davon sind viele, die sich politisch engagieren, doch insbesondere Frauen, Feminst*innen und People of Colour (POC) bilden eine Zielscheibe. Die  Hasskommentare sind oft sexistisch, homophob und rassistisch. Hatespeech geht an den Betroffenen nicht spurlos vorbei. Welche Strategien im Umgang damit sind sinnvoll? Sich zur schweigenden Mehrheit gesellen, oder mit Gegenrede ein mögliches Tool nutzen? Anzeigen können ein weiteres Tool sein, doch ist die Toolbox damit gut genug ausgestattet? Diese und weitere Fragen werden in dem Vortrag und der Diskussion gestellt und mögliche Antworten und Ideen diskutiert.

Francesca Schmidt

Francesca Schmidt studierte in Heidelberg und Berlin Germanistik, germanistische Linguistik und Gesellschaft, Geschichte und Politik Südasien und schloss mit einer Arbeit zur Erinnerungskultur in Marlene Haushofers Prosa ab.

Im Gunda-Werner-Institut für Feminismus und Geschlechterdemokratie ist Francesca Schmidt Refertin für Feministische Netzpolitik. Sie beschäftigt sich mit Fragen digitaler Gewalt, Überwachung und Kontrolle, Algorithmen, Künstliche Intelligenzen und deren sozionormativen Implikationen.

Sie hat u.a. zu dem Thema "Queer-feministische Me­di­en­pro­duk­tion am Bei­spiel der Slutwalks" gearbeitet und dazu ein  digitales Archive der Universität Siegen aufgebaut. Derzeit arbeitet sie an einer Einführung in die Feministische Netzpolitik, die 2018 im Verlag Barbara Budrich erscheinen soll.

Sie ist Gründungsmitglied und Vorständin von Netzforma* e.V. - Verein für feministische Netzpolitik. Im FFBIZ e.V. ist sie ebenfalls als Vorstandin tätig.


Ein Livestream wird zur Verfügung stehen.


Wir bitten um Anmeldung unter info@boell-hamburg.de

Die Veranstaltungsreihe findet in Kooperation mit dem Frauenbildungszentrum DENKtRÄUME und ver.di Hamburg, Frauen und Gleichstellungspolitik statt. 

 

Die nächsten Termine:

 

Januar 2021 zu Künstlicher Intelligenz mit  Nushin Yazdani