- Freitag, 01. Juni 2007 14.00 Uhr – Samstag, 02. Juni 2007, 00.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Generationen im Gender-Dialog
Fachtagung des Forum Männer in Theorie und Praxis der Geschlechterverhältnisse
Der „demographische Wandel“ steht nicht zum ersten Mal auf der politischen Agenda. In den aktuellen Auseinandersetzungen sind jedoch Aspekte auszumachen, die eine neue Qualität signalisieren. Von Seiten des Staates wird eine Generationenpolitik vorangetrieben, die vor zwei Jahrzehnten kaum vorstellbar war. Die Steigerung der Geburtenrate derart massiv einzufordern, hätte zu sehr an bevölkerungspolitische Bestrebungen in der jüngeren deutschen Geschichte erinnert, die auf die rassistisch und imperialistisch motivierte Ausbreitung und Dominanz des deutschen Volkes zielten. Heute scheint das Argument, die Deutschen stürben aus, sollten nicht endlich mehr Kinder gezeugt und geboren werden, wieder unbeanstandeter Teil des politischen Debattenrepertoires zu sein.
Zentraler Gegenstand der aktuellen Debatten ist der zusehends ins Wanken geratene Generationenvertrag, der in frühen Jahrzehnten der Bundesrepublik ausgearbeitet wurde. Die sozialen Sicherungssysteme, vor allem das Renten- und Krankenversicherungssystem, scheinen von der seit langem prognostizierten „Überalterung“ der Gesellschaft existenziell bedroht. Auch das Bildungssystem ist betroffen, wie zahlreiche Schulschließungen belegen. Ganze Dörfer, Städte und Regionen werden durch die zur Arbeit ziehenden „Jungen“ regelrecht entvölkert. Aber selbst die Erwerbsarbeit gestaltet sich zusehends um, sodass zum „alten Eisen“ gehört, wer älter als 50,in nicht wenigen Bereichen,wer auch nur älter als 35 ist. All dies wirft drängende Fragen der Generationengerechtigkeit auf, die augenscheinlich nicht allein im Zusammenhang mit Umweltschutz und Ökologie (Stichwort Klimaschutz) zu stellen sind.
Aus alledem ergibt sich,gerade auch im Hinblick auf die Geschlechterverhältnisse, die drängende Frage nach den Folgen des demographischen Wandels, sowohl den unmittelbaren als auch den indirekten – etwa vermittels sozialpolitischer oder familienpolitischer Maßnahmen. Für die politischen Antworten auf die Frage „Wie wollen wir in Zukunft miteinander leben?“, wird es entscheidend sein,inwieweit die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen gleichberechtigt an den dafür notwendigen Aushandlungsprozessen teilhaben können und teilhaben werden.Trotz einer Vielzahl von Projekten und Netzwerken, die sich um einen Dialog der Generationen bemühen, scheinen ein Gefühl von Sprachlosigkeit und ein Mangel an Verständigung zwischen den Generationen vorzuherrschen – und Geschlechterfragen werden in diesem Zusammenhang – wenn überhaupt – nur unzureichend thematisiert.
Die Tagung „Generationen im Gender-Dialog“ will dies ändern, indem sie einen Beitrag zum direkten Dialog zwischen den Generationen anbietet und Gesprächsangebote für Beteiligte aller Geschlechter macht – Männer wie Frauen,Mädchen wie Jungen.Nach einführenden Fachvorträgen, die das Tagungsthema wissenschaftlich und politisch einordnen, werden exemplarische Dialoge zu der Frage geführt „Wie wollen wir in Zukunft miteinander leben?“ Dabei gilt es für die Teilnehmenden Antworten auf weitere Fragen zu finden:Was heißt das für politisches Handeln? Wie müssen sich die Rahmenbedingungen ändern,damit ein gerechter Generationendialog möglich ist? Was kann oder muss ich persönlich dazu beitragen? Die Workshops bieten die Möglichkeit, spezielle Fragestellungen zu vertiefen oder Erfahrungen aus Modellprojekten zu diskutieren. Den Abschluss bildet ein Gen(d)erationen-Dialog zu der aktuell diskutierten Frage, ob Geschlechterpolitik noch angesagt oder schon „Schnee“ von gestern ist.
u.a. mit:
Prof. Harry Friebel
Carlos Maihoff
Dr. Matthias Rudluff
Dag Schölper
SchülerInnen Berliner Oberschulen
Zentraler Gegenstand der aktuellen Debatten ist der zusehends ins Wanken geratene Generationenvertrag, der in frühen Jahrzehnten der Bundesrepublik ausgearbeitet wurde. Die sozialen Sicherungssysteme, vor allem das Renten- und Krankenversicherungssystem, scheinen von der seit langem prognostizierten „Überalterung“ der Gesellschaft existenziell bedroht. Auch das Bildungssystem ist betroffen, wie zahlreiche Schulschließungen belegen. Ganze Dörfer, Städte und Regionen werden durch die zur Arbeit ziehenden „Jungen“ regelrecht entvölkert. Aber selbst die Erwerbsarbeit gestaltet sich zusehends um, sodass zum „alten Eisen“ gehört, wer älter als 50,in nicht wenigen Bereichen,wer auch nur älter als 35 ist. All dies wirft drängende Fragen der Generationengerechtigkeit auf, die augenscheinlich nicht allein im Zusammenhang mit Umweltschutz und Ökologie (Stichwort Klimaschutz) zu stellen sind.
Aus alledem ergibt sich,gerade auch im Hinblick auf die Geschlechterverhältnisse, die drängende Frage nach den Folgen des demographischen Wandels, sowohl den unmittelbaren als auch den indirekten – etwa vermittels sozialpolitischer oder familienpolitischer Maßnahmen. Für die politischen Antworten auf die Frage „Wie wollen wir in Zukunft miteinander leben?“, wird es entscheidend sein,inwieweit die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen gleichberechtigt an den dafür notwendigen Aushandlungsprozessen teilhaben können und teilhaben werden.Trotz einer Vielzahl von Projekten und Netzwerken, die sich um einen Dialog der Generationen bemühen, scheinen ein Gefühl von Sprachlosigkeit und ein Mangel an Verständigung zwischen den Generationen vorzuherrschen – und Geschlechterfragen werden in diesem Zusammenhang – wenn überhaupt – nur unzureichend thematisiert.
Die Tagung „Generationen im Gender-Dialog“ will dies ändern, indem sie einen Beitrag zum direkten Dialog zwischen den Generationen anbietet und Gesprächsangebote für Beteiligte aller Geschlechter macht – Männer wie Frauen,Mädchen wie Jungen.Nach einführenden Fachvorträgen, die das Tagungsthema wissenschaftlich und politisch einordnen, werden exemplarische Dialoge zu der Frage geführt „Wie wollen wir in Zukunft miteinander leben?“ Dabei gilt es für die Teilnehmenden Antworten auf weitere Fragen zu finden:Was heißt das für politisches Handeln? Wie müssen sich die Rahmenbedingungen ändern,damit ein gerechter Generationendialog möglich ist? Was kann oder muss ich persönlich dazu beitragen? Die Workshops bieten die Möglichkeit, spezielle Fragestellungen zu vertiefen oder Erfahrungen aus Modellprojekten zu diskutieren. Den Abschluss bildet ein Gen(d)erationen-Dialog zu der aktuell diskutierten Frage, ob Geschlechterpolitik noch angesagt oder schon „Schnee“ von gestern ist.
u.a. mit:
Prof. Harry Friebel
Carlos Maihoff
Dr. Matthias Rudluff
Dag Schölper
SchülerInnen Berliner Oberschulen
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin