Podiumsdiskussion Donnerstag, 22. November 2018 /
Berlin

Georgien 15 Jahre nach der Rosenrevolution: Auf dem Weg in welche Moderne?

Podiumsdiskussion und Buchvorstellung

Urheber/in: Giorgi Bukhaidze. All rights reserved.
Datum, Uhrzeit
Do., 22. Nov. 2018,
19.00 – 20.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Schumannstr. 8
10117 Berlin
Sprache
Deutsch
Englisch
Veranstalter/in
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin

Die „Rosenrevolution“ in Georgien jährt sich am 22. November zum 15. Mal. An diesem Tag im Jahr 2003 besetzten friedliche Demonstranten unter Führung des damaligen Nachwuchspolitikers Michail Saakaschwili das Parlament in Tbilisi und erzwangen den Rücktritt des Langzeitpräsidenten Eduard Schewardnadze.

15 Jahre später hat sich das Land grundlegend gewandelt – institutionell, ökonomisch, gesellschaftlich. Es ist mit der Europäischen Union über einen Assoziierungsvertrag verbunden und sucht sicherheitspolitisch die Anbindung an die NATO. Zugleich ist Georgien vom Geheimtipp zum Boomland des Tourismus aus Ost und West geworden und hat sich kulturell geöffnet, wie es zuletzt als Gastland der Frankfurter Buchmesse eindrucksvoll demonstrieren konnte.

Was in Europa weniger Aufmerksamkeit findet: Die georgische Gesellschaft ist im Inneren sozial und kulturell gespalten und politisch desillusioniert. Es besteht kaum Konsens über den weiteren Entwicklungsweg. Davon zeugen auch die gerade abgehaltenen Präsidentschaftswahlen, an der sich weniger als die Hälfte der Wahlberechtigten beteiligte und denen ein von Skandalisierung geprägter, zum Teil abstoßender Wahlkampf vorausging.

In dem zur Frankfurter Buchmesse von der Heinrich-Böll-Stiftung herausgegebenen Sammelband „Georgien, neu buchstabiert. Politik und Kultur eines Landes auf dem Weg nach Europa“ diskutiert eine neue Generation von georgischen Wissenschaftler/innen den kulturellen, sozialen, ökonomischen und geschlechterpolitischen Wandel der letzten 25 Jahre. Es ist ein oft widersprüchlicher Weg des Systemwechsels und rechtstaatlicher Fortschritte, der Marginalisierung und Emanzipation, Schrumpfung und Entwicklung, des gesellschaftlichen Antagonismus und der Anfänge einer neuen politischen Kultur.

Mit:

  • Nino Lejava, Hrsg., Heinrich-Böll-Stiftung Südkaukasus, Tbilisi
  • Dr. Luka Nakhutsrishvili, Hrsg., Staatliche Ilia-Universität, Tbilisi
  • Salome Asatiani, RFE/RL's Georgian Service, Prag
  • Moderation: Walter Kaufmann, Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin

Sprache: Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Englisch mit Simultanübersetzung statt.

Anmeldung: Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten.

Information: Nina Happe, Projektbearbeitung, Referat Ost- und Südosteuropa, M happe@boell.de  T 030-285 34 384

Der Sammelband „Georgien, neu buchstabiert. Politik und Kultur eines Landes auf dem Weg nach Europa“ kann hier online bestellt werden.