- Donnerstag, 25. Juni 2009 19.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Geschlecht im Spiel? - Geschlecht in den Medien
Formen und Praktiken des doing / undoing gender
Im Rahmen der interdisziplinären Vortragsreihe „Gender Kritik“ des Zentrums für
Frauen- und Geschlechterforschung (FraGes) der Universität Leipzig im Kooperation mit Weiterdenken findet am 25. Juni ein Diskussionsabend zum Thema „Geschlecht im Spiel? - Geschlecht in den Medien. Formen und Praktiken des doing / undoing gender“ statt.
Die Beiträge des Abends thematisieren Leben und Darstellen von Geschlecht im Kontext von identitätsbildenden und identifikatorischen Körperinszenierungen.
Unter Bedingungen einer Geschlechterordnung, die nach wie vor in zwei Geschlechter (Männer und Frauen) einteilt, stellt sich die Frage, wie diese Geschlechterpositionen heute ausgestaltet werden (können). Prof. Dr. Susanne Maurer (Phillips-Universität Marburg) referiert zum Thema `Geschlecht als Ressource für Handlungsfähigkeit?“.
Haben sich die Möglichkeiten, heute als Mann oder Frau zu leben, tatsächlich geöffnet, vervielfältigt, ist das Leben im Hinblick auf die eigene Geschlechtszugehörigkeit `freier` geworden? Welche individuelle Bedeutung hat `Geschlecht` überhaupt noch- angesichts so vieler möglicher Zugehörigkeiten und Differenzlinien? Ist `Geschlecht` nur noch ein Spiel, oder geht es `unter die Haut`? Der Vortrag greift diese Fragen auf und reflektiert, inwiefern `Geschlecht` Lebens- und Handlungsmöglichkeiten von Menschen in spezifischer Weise ermöglicht und begrenzt.
Anknüpfend referiert Prof. Dr. Luca zu Körperrepräsentationen in den Medien und deren
Sozialisationsfunktion unter der Frage nach neuen Frauen- und Männerbildern. Der Beitrag beleuchtet Facetten des Zusammenhangs zwischen medialen Repräsentationen von Geschlecht und der Produktion von Geschlechterverhältnissen. Geschlecht, speziell Körperrepräsentationen, sind komplexe und widersprüchliche Felder der Identitätsentwicklung, mit denen sich Jugendliche auseinandersetzen. Der Beitrag analysiert exemplarisch mediale Körperbilder und reflektiert sie im Hinblick auf Prozesse von doing gender.
Die Veranstaltung wird von Frau Prof. Dr. Barbara Drinck (Erziehungswissenschaften, Universität Leipzig) moderiert.