- Freitag, 20. Mai 2005 – Samstag, 21. Mai 2005 In meinem Kalender speichern
Geschlecht oder Gesund? Männer und Gesundheit
Männer und Gesundheit
Erst langsam wird hierzulande zum Thema,
was in anderen Ländern schon fast „ein
alter Hut“ ist: Männergesundheit als
Forschungsfeld, als Praxisgebiet,
als Politikum. Dieses weite Thema umfasst
nicht nur medizinische Unterschiede
zwischen Männern und
Frauen, „Männerkrankheiten“ und
„Frauenkrankheiten“, sondern das gesamte
Umfeld, in dem Gesundheit
„stattfindet“. Unsere Tagung will – auch vor
dem Hintergrund von Gender
Mainstreaming – auf verschiedenen
Ebenen den Stand der Diskussion
aufgreifen und weiterbringen, Impulse für
die Praxis setzen und sich politisch
einmischen.<br><br>
Oft erschöpfen sich die Statements in
diesem Themenfeld auf einige medizinische
Fakten und die Annahme, Männer gingen
seltener zum Arzt als Frauen und seien
oberflächlich im Umgang mit ihrer
Gesundheit. Was ist dran an solchen
Gemeinplätzen und wie sind die derzeitigen
Forschungsstände zu Gesundheit und
Gesundheitsverhalten von Männern?
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Welche Wahrnehmungs- und
Verhaltensweisen gibt es bezüglich
Selbstsorge und Krankheit?
Wie spielt hier Geschlecht eine Rolle?
Welche Angebote hält das
Gesundheitssystem für Männer bereit und
fühlen sie sich dort aufgehoben?
Wie gestaltet sich das Verhältnis zwischen
(oftmals weiblichen) AnbieterInnen und
männlichen Klienten im Gesundheitswesen?
Wir richten den Blick auch auf die
strukturellen Rahmenbedingungen,
innerhalb derer Männer gesund oder krank
sind oder dafür gehalten werden.<br><br>
Wir schauen uns an, was Männer für ihre
Gesundheit tun und was sie tun könnten.
Wir fragen die Politik, was sie im Kontext
von Gender Mainstreaming für eine
stärkere Förderung von Männern im
Umgang mit ihrer Gesundheit zu bieten
hat. Und wir zeigen an positiven
Beispielen, dass es (meist in anderen
Ländern) bereits eine Praxis der
Männergesundheit(sförderung)
gibt, die Nachahmung und Ausbau verdient.
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Die Tagung versammelt Fachleute aus
verschiedenen Ländern, es wird
ausreichend Raum geben, sich
auszutauschen und theoretisch wie
praktisch voneinander zu lernen.
Informationen zu Netzwerken und
Möglichkeiten, aktiv zu werden, sollen
außerdem dazu anregen, Taten folgen zu
lassen.
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin