- Freitag, 15. September 2006 09.00 – 17.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Geschlechtergerechte Bildung und Erziehung vor und neben der Schule - vom Kindergarten bis zum Jugendtreff
Wissenschaft, Praxis und Fortbildung im Dialog
Der 12. Jugendbericht hat es erneut
bekräftigt: Bildung und Erziehung soll
nicht nur den sozialen und ethnischen
Hintergrund von Mädchen und Jungen
berücksichtigen, sie soll auch einen
Beitrag zur Verwirklichung von
Geschlechtergerechtigkeit leisten. Aber ist
die geschlechtergerechte Erziehung und
Bildung von Kindern und Jugendlichen heute
überhaupt schon zum selbstverständlichen
Thema in Aus- und Fortbildung sowie in der
Praxis der professionellen Erziehung
geworden?<br>
<br>
Die Tagung möchte daher den Dialog zwischen
Fachkräften aus Wissenschaft, Aus- und
Fortbildung (ErzieherInnen-Fachschulen,
Fachhochschulen, Universitäten) und Praxis
(Kindergärten, Horte, offene Kinder- und
Jugendarbeit) anregen und vor allem auf
folgende Fragen eingehen:
Was brauchen Mädchen und Jungen, was
brauchen die PraktikerInnen auf dem Weg zu
mehr Geschlechtergerechtigkeit? Wie können
neue wissenschaftliche Erkenntnisse der
Geschlechterforschung in die Ausbildung und
in die Praxis von professionell Erziehenden
einfließen? Welche Möglichkeiten gibt es,
diese Ansätze in der beruflichen Aus- und
Fortbildung umzusetzen?<br>
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Die Tagung nähert sich der Thematik aus
verschiedenen Perspektiven.
Der Einstieg erfolgt durch einen Überblick
von Margitta Kunert-Zier über die
Entwicklungen und den aktuellen Stand der
Genderpädagogik aus wissenschaftlicher
Perspektive.
Anschließend wird an Hand von Beispielen
aus der Praxis die Bedeutung einer
geschlechtsbewussten Pädagogik aufgezeigt.
So beschreibt Melitta Walter am Beispiel
ihrer Fortbildungsaktivitäten in Münchner
Kindertageseinrichtungen, wie bereits die
Kleinsten in den Genuss einer
geschlechtergerechten Erziehung kommen können.
Ein weiteres Beispiel der Umsetzung
geschlechterbewusster Pädagogik, diesmal im
Bereich der Jugendarbeit, zeigt Uwe Ihlau
von der Fachstelle Gender, FUMA NRW.
Geschlechterpädagogik wird hier als
Gemeinschaftsaufgabe von männlichen und
weiblichen Fachkräften betrachtet.
Auf interkulturelle Aspekte von
Mädchenarbeit in einem Sozialen Brennpunkt
in Berlin geht Güner Yasemin Balci in ihrem
Beitrag ein und illustriert diesen durch
einen Film aus dem Mädchentreff MaDonna.
Schließlich gibt Miguel Diaz Einblicke in
Ziele und Praxisansätze des Pilotprojektes
"Neue Wege für Jungs", das Jungen Wege zu
einer besseren Vereinbarkeit von Familie
und Beruf erschließen will.<br>
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In einer gemeinsamen Schlussrunde sollen
die Ergebnisse der Veranstaltung
zusammengetragen und die Perspektiven einer
Verankerung von geschlechtsbewusster
Erziehung in Praxis, Aus- und Fortbildung
diskutiert werden.<br>
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mit:<br>
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<b>Dr. Margitta Kunert-Zier</b>,<br>
Fachberaterin für Jugendarbeit und
Lehrbeauftragte, Frankfurt a. M.<br>
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<b>Melitta Walter</b>,<br>
Fachbeauftragte für Geschlechtergerechte
Pädagogik und Gewaltprävention der
städtischen Kindertageseinrichtungen,
München<br>
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<b>Uwe Ihlau</b>,<br>
Fachberater für Jungenarbeit und Gender
Mainstreaming, Fachstelle Gender, FUMA NRW,
Essen<br>
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<b>Güner Yasemin Balci</b>,<br>
Journalistin und Mitarbeiterin bei MaDonna
Mädchenkult.Ur e.V., Berlin<br>
<br>
<b>Miguel Diaz</b>,<br>
Projektkoordinator des Pilotprojekts Neue
Wege für Jungs, Bielefeld<br>
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Moderation:<br>
<b>Claudia Menesch</b>,<br>
Diplompädagogin, Schwerpunkt
Genderkompetenz, Frankfurt a. M.<br>
- Veranstalter*in
- Landesstiftung Hessen