Freitag, 22. Juni 2007 10.00 – 15.30 Uhr In meinem Kalender speichern

Geschlechtergerechtigkeit in der Prävention - Anspruch oder Wirklichkeit?

Fachgespräch Gender und Prävention

Was können wir von der Frauengesundheitsbewegung und Ansätzen der Männergesundheitsforschung für die Prävention lernen? Welchen Nutzen bringt eine geschlechtersensible Gesundheitsberichterstattung und wer profitiert von ihr - Politik, Krankenkassen, freie Träger? Wie müssen geschlechtergerechte Präventionsangebote konzipiert sein?

Frauen und Männer sind unterschiedlichen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt. Es gibt frauen- und männerspezifische Krankheits- und Gesundheitsmuster. Bislang wird diesen Tatsachen in Politik und Praxis nur ungenügend Rechnung getragen.

So weisen Jungen in der Kindheit, Mädchen hingegen im Jugendalter mehr medizinisch relevante Befunde auf. Männer nehmen Leistungen der Primärprävention weniger in Anspruch, Frauen werden häufiger und mehr Arzneimittel verschrieben.

Seit dem Amsterdamer Vertrag von 1997 stellt Gender Mainstreaming eine rechtsverbindliche Handlungsgrundlage für die Mitgliedstaaten der Europäischen Union dar. Gender Mainstreaming meint eine geschlechterbezogene Handlungs- und Sichtweise in allen politischen Konzepten, auf allen Ebenen und in allen Phasen politischer Prozesse. Dennoch ist Gender Mainstreaming derzeit noch wenig bekannt, geschweige denn umgesetzt.

Im Rahmen des Fachgespräches Gender und Prävention wollen wir Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten einer geschlechtergerechten Prävention und Gesundheitsförderung diskutieren. Wir laden Sie herzlich ein, sich an dieser Debatte zu beteiligen und an der Weiterentwicklung einer geschlechtersensiblen Prävention und Gesundheitsförderung mitzuwirken.

Das Fachgespräch findet im Rahmen des Schwerpunktes `Prävention als Leitthema grüner Gesundheitspolitik` statt. Es richtet sich an MultiplikatorInnen der Prävention und Gesundheitsförderung sowie der Frauengesundheitsbewegung und Männergesundheitsforschung.