- Donnerstag, 17. April 2008 19.00 – 21.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Gewalt, Erinnerung und Aufarbeitung im Irak 20 Jahre nach den Anfal-Operationen in Kurdistan–Irak: Die Perspektive der Überlebenden
Filmvorführung und Diskussion
Anhaltende Gewalt und Besatzung im Irak und die zunehmende Fragmentierung der irakischen Gesellschaft entlang ethnisch-nationaler und religiöser Trennungslinien verzögern und behindern Deutsche Arbeitsgemeinschaft Vorderer Orient In Zusammenarbeit mit: einen Prozess gesellschaftlicher Aufarbeitung der Vergangenheit auf regionaler und nationaler Ebene. Für alle politischen und ethnisch-nationalen Fraktionen im Irak spielen vergangene und aktuell erlittene Gewalt eine große Rolle bei der Legitimation nationaler Machtansprüche; häufig werden dabei die Opfer gegeneinander ausgespielt. Gleichzeitig mangelt es an konkreter ökonomischer und sozialer Unterstützung für die Opfer selbst. Die Opfer der Verbrechen des Ba’ath-Regimes fühlen sich zunehmend marginalisiert und vom politischen Prozess ausgeschlossen.
Auch in der internationalen Debatte zum Irak spielt das Thema Aufarbeitung der Vergangenheit kaum eine Rolle. Im Zentrum des Interesses stehen die Folgen der Besatzung, die Eskalation der Gewalt, die Bemühungen um nationale Einigung und die Auswirkungen des Konflikts im Irak auf die gesamte Region.
Bei der Veranstaltung werden anlässlich des 20. Jahrestag der Anfal-Operationen in Kurdistan-Irak die Erfahrungen und Forderungen der Anfal-Überlebenden im Mittelpunkt stehen und exemplarisch die Chancen und Hindernisse für einen Prozess der Vergangenheitsaufarbeitung im Irak
beleuchten.
Filmvorführung:
„Enfal“, HAUKARI e.V. 2005 (18 Minuten)
Anschliessend Podiumsdiskussion mit:
Shazada Hussein Muhammad, Sumut / Rizgary, Irak
Gulnaz Aziz Qadir, Kalar / Hawler, Irak
Dr. Choman Hardi, Oxford. U.K.
Dr. David Bloomfield, Glencree, Irland
Dr. Andrea Fischer-Tahir, Leipzig / Berlin
Karin Mlodoch, Berlin
Auch in der internationalen Debatte zum Irak spielt das Thema Aufarbeitung der Vergangenheit kaum eine Rolle. Im Zentrum des Interesses stehen die Folgen der Besatzung, die Eskalation der Gewalt, die Bemühungen um nationale Einigung und die Auswirkungen des Konflikts im Irak auf die gesamte Region.
Bei der Veranstaltung werden anlässlich des 20. Jahrestag der Anfal-Operationen in Kurdistan-Irak die Erfahrungen und Forderungen der Anfal-Überlebenden im Mittelpunkt stehen und exemplarisch die Chancen und Hindernisse für einen Prozess der Vergangenheitsaufarbeitung im Irak
beleuchten.
Filmvorführung:
„Enfal“, HAUKARI e.V. 2005 (18 Minuten)
Anschliessend Podiumsdiskussion mit:
Shazada Hussein Muhammad, Sumut / Rizgary, Irak
Gulnaz Aziz Qadir, Kalar / Hawler, Irak
Dr. Choman Hardi, Oxford. U.K.
Dr. David Bloomfield, Glencree, Irland
Dr. Andrea Fischer-Tahir, Leipzig / Berlin
Karin Mlodoch, Berlin
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin