Freitag, 12. Mai 2006 09.30 – 17.30 Uhr In meinem Kalender speichern

Gewaltförmige Konflikte:

Ursachen, Verlauf und Lösungsansätze im Licht der Geschlechterverhältnisse

Krisen- und Konfliktprävention ebenso wie wirksame Regulierung gewaltsamer Konflikte und Strategien zum Aufbau bzw. zur Neuordnung von Nachkriegsgesellschaften setzen die sorgfältige Analysen der jeweiligen Ursachen und Entstehungsfaktoren und der Verhältnisse vor Ort voraus. Aus wissenschaftlichen Arbeiten wissen wir, dass gewaltsame Konflikte und die Herausbildung staatlicher Fragilität nicht nur ökonomische, politische und historisch- kulturelle Ursachen haben – und dann häufig ethnoregional ausgetragen werden - sondern dass auch die Geschlechterverhältnisse für diese Entwicklungen eine wichtige Rolle spielen. Sie in Konflikt- wie Akteursanalysen mit einzubeziehen ist im Interesse der Entwicklung von angemessenen und insbesondere nachhaltig wirkenden Strategien zur Konfliktprävention und – bearbeitung unabdingbar. Wie sind die Geschlechterbeziehungen verschränkt mit anderen Konfliktfaktoren? Welche Rolle spielen sie für den Verlauf von Krisen und gewaltsame Auseinandersetzungen einerseits, für die Konfliktbearbeitung andererseits? Wie können Verschiebungen im Geschlechterverhältnis und Erschütterungen von Ge- schlechtsidentitäten die Gewaltbereitschaft und Konfliktanfälligkeit von Gesellschaften und Gemeinschaften beeinflussen? Welcher Zusammenhang besteht zwischen Gemeinschaftsbildung, Identität und Gender bei der Entstehung, der Austragung und der Bearbeitung von gewaltförmigen Konflikten? Welchen Einfluss ha-ben Globalisierungsprozesse auf die Herausbildung (neuer) Geschlechterbilder im Zusammenhang mit Ge-waltkonflikten? Was bedeutet dies in der Konsequenz, für die Konfliktprävention und –bearbeitung sowie für die Konzepte der Kooperation und Unterstützung durch externe AkteurInnen in Krisengebieten?
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