Online-Seminar Mittwoch, 23. September 2020

Einfallstor für Fracking-Gas oder Beitrag zur Energiewende: Braucht Deutschland ein LNG-Terminal?

Urheber/in: Bruno Jargot. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons License.
Datum, Uhrzeit
Mittwoch, 23. September 2020,
16.30 – 18.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung

Sprache
Deutsch
Veranstalter/in
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Veranstaltungsreihe
Fueling the Fire

Der Handel mit Flüssigerdgas (LNG) boomt weltweit. Auch in Deutschland treibt die Politik den Bau von LNG-Terminals an drei Standorten voran: Brunsbüttel, Wilhelmshaven und Stade. Damit wollen die beteiligten Konzerne nach eigenen Angaben die Bezugsquellen des Erdgases diversifizieren und so eine Alternative zum Import von russischem Pipelinegas schaffen. Dahinter steckt die Absicht, vor allem Fracking-Gas aus den USA zu importieren. Umweltverbände und Bürgerinitiativen sehen das anders: Sie sagen, dass der Bau neuer Erdgasinfrastruktur mit Blick auf die Klimaziele 2050 nicht zeitgemäß, eine Fehlinvestition und der Fortbetrieb mit Erdgas sogar klimaschädlich sei. Das online-Seminar greift diese Debatte auf und bietet anhand dieses Infrastrukturbeispiels einen Raum, die künftige Rolle von Erdgas, Fracking und LNGs-Terminals im Energiesystem zu diskutieren.

In der Diskussion kommen vor allem Vertreter*innen der norddeutschen Regionen zu Wort, um lokale Perspektiven und regionale Auswirkungen der geplanten LNG-Terminals zu erörtern. Die Diskussion fokussiert u.a. die Frage, ob der Bau neuer Infrastruktur für fossile Energieträger mit einer Reduzierung der Erdgasnutzung im Sinne der Klimaziele vereinbar ist. Passen LNG-Importe zur Energiewende, noch dazu der Import von Fracking-Gas? Sollte stattdessen über Wasserstoff-Import nachgedacht werden? Es ist technisch nicht möglich, Flüssigerdgas-Terminals auf den Betrieb mit Wasserstoff umzurüsten, da die beiden Gase zu unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. Welche nationalen und regionalen Vorteile bietet der Anschluss Deutschlands an den LNG-Handel also perspektivisch? Wie sind solche Vorteile mit den Nachteilen für Klima- und Naturschutz an den Standorten abzuwägen? Welches regionale Entwicklungspotential kann sich durch den Bau von Import-Terminals ergeben und bieten dezentrale Erneuerbare Energien als Zukunftstechnologie nicht viel bessere Chancen?

Mit:

  • Sascha Müller-Kraenner, Geschäftsführer Deutsche Umwelthilfe
  • Imke Byl, MdL, energiepolitische Sprecherin, Grüne-Fraktion, Landtag Niedersachsen
  • Tobias Goldschmidt, Staatssekretär für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein
  • Olaf Lies, Umweltministerium Niedersachsen
  • Aktivist*innen aus Brunsbüttel und Wilhelmshaven

Moderation: Nadine Bethge, Deutsche Umwelthilfe

Eine Anmeldung ist erforderlich.

Rückfragen an: Annette Kraus, kraus@boell.de
 

Wir weisen darauf hin, dass die Online-Veranstaltung im Programm Zoom stattfindet. Für die Teilnahme benötigen Sie je nach Veranstaltung (mit Beteiligung des Publikums) optional eine Kamera und/oder ein Mikrofon.

Sie können entweder das Client-Programm oder die App nutzen. Mit den Browsern Chrome und Edge können Sie direkt über den Zugangslink teilnehmen. Weitere Information zur Handhabung von Zoom finden Sie hier. Bitte achten Sie darauf, dass Sie die neueste Version von Zoom verwenden, damit Sie über die nötigen Einstellungen verfügen.

Die Zugangsdaten zur Online-Veranstaltung zu Zoom erhalten Sie 24 Stunden und erneut 2 Stunden vor der Veranstaltung per E-Mail.

Es gelten unsere Datenschutzbestimmungen. Für die Verwendung der Software Zoom übernimmt die Heinrich-Böll-Stiftung keine Haftung. Die geltenden Datenschutzrichtlinien von Zoom finden Sie hier.