Montag, 15. November 2004 18.00 – 20.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Göttingen: Niedersachsen vor der Herausforderung des demografischen Wandels

Prognosen - Perspektiven - Strategien

Die sinkende Geburtenrate bei gleichzeitig steigender Lebenserwartung stellen Gesellschaft und Politik vor umfassende Herausforderungen. Veränderungen durch den demografischen Wandel sind in einigen Regionen Niedersachsens bereits sehr konkret. In der öffentlichen Debatte wurden in der jüngsten Vergangenheit die Prognosen eher als "Horrorszenario" thematisiert. Doch birgt der demografische Wandel auch Chancen?<br><br> Seit dem Nationalsozialismus ist Bevölkerungspolitik in Deutschland tabuisiert. Ist es an der Zeit, dieses Tabu zu brechen? Brauchen wir eine aktive Geburtenförderung? Wie können Rahmenbedingungen für das Leben mit Kindern verbessert werden? Muss mehr in das Humankapital nachwachsender Generationen investiert werden oder muss Familien- und Bildungspolitik anders ausgerichtet werden? Hilft die demografische Entwicklung, die Integration der Bevölkerung mit ausländischer Herkunft voranzutreiben? Ist es an der Zeit, sich vom Wachstumsmythos zu verabschieden? Muss man sich von dem Glauben verabschieden, dass Bevölkerungswachstum die Grundlage für gesellschaftlichen Reichtum ist? Ist der Bevölkerungsrückgang eine Chance für Nachhaltigkeitsstrategien? Geht es um mehr Lebensqualität statt Wachstum? Müssen wir zu einer Politik der Wachstumsrücknahme finden? Und wenn ja: wie kann diese aussehen?<br><br> <b>Vortrag:</b><br> Niedersachsen 2020 - Weniger Kinder, mehr Alte Menschen? Prognose eines gesellschaftlichen Wandels<br> <b>Dr. Reiner Klingholz</b>, Autor der Studie "Deutschland 2020" - Berlin Institut für Bevölkerung und Entwicklung<br><br> Podium:<br> <b>Rüdiger Reyhn</b>, Geschäftsführer des Regionalverbandes Südniedersachsen<br> <b>Dr. Harald Noack</b> MdL<br> <b>Stefan Wenzel</b> MdL, Fraktionsvorsitzender B90/Die Grünen im Nds. Landtag<br> <b>Alfons Wüstefeld</b>, Mitglied des Vorstandes der Südniedersachsen Stiftung<br><br> Moderation:<br> <b>Prof. Dr. Ruth Rohr-Zänker</b>, Institut für Entwicklungsplanung- und Strukturforschung