Tagung Samstag, 28. September 2019 /
Stuttgart

Grenzgänge: Mauern und Brücken in Politik und Gesellschaft

Urheber/in: Unsplash - Hermes Rivera. Public Domain.
Datum, Uhrzeit
Sa., 28. Sep 2019,
10.00 – 18.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
Siehe Veranstaltungsbeschreibung
Teilnahmegebühren
Ticket Created with Sketch.
Teilnahmegebühr: 20€, erm. 10€ (inkl. Verpflegung)
Veranstalter/in
Landesstiftung Baden-Württemberg
Rechtliches
Allgemeine Geschäftsbedingungen

Mit dem Mauerfall vor dreißig Jahren schien es, als würden Grenzen in der globalisierten Welt zukünftig eine untergeordnete Rolle spielen. Stattdessen haben Mauern und Grenzziehungen aller Art heute wieder Konjunktur. In der EU geht der Brexit einher mit einer Abschottung an den Außengrenzen. Gleichzeitig erleben wir in wachsenden Teilen der Gesellschaft eine neue Sehnsucht nach Bewahrung des Eigenen und Abgrenzung, oft gekoppelt mit Verständnislosigkeit für die vermeintlich Anderen.

Wir wollen uns einen Tag lang den Grenzen auf der Landkarte, zwischen gesellschaftlichen Gruppen und in unseren Köpfen widmen. Grenzen markieren das Ende von Etwas, aber auch den Beginn von etwas Neuem. Was bedeutet der Begriff Grenze? Wie haben sich Grenzen im Laufe der Geschichte verändert? Welche Funktionen haben Grenzen und wieso brauchen wir sie?

Abgrenzung nach außen, aber auch untereinander – Mauern gibt es viele: zwischen Ost- und Westdeutschen, Neuangekommenen und Alteingesessenen, Verfechter*innen der europäischen Idee und des Brexit, zwischen kosmopolitisch Gesonnenen auf der einen und heimatbewussten Menschen auf der anderen Seite. Woher rührt die Sehnsucht nach Grenzen und Abgrenzung? Warum kommt sie gerade jetzt zum Tragen? Und was bedeutet diese Entwicklung für eine Gesellschaft, die sich zunehmender Polarisierung ausgesetzt sieht?

Gleichzeitig wollen wir gemeinsam über Brückenschläge nachdenken. An beispielhaften Projekten aus den Bereichen Schule, Demokratie, Stadtplanung und Europa wollen wir miteinander diskutieren, wie Begegnungsräume für Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen geschaffen werden können, um den Austausch zu stärken und Vorurteile abzubauen. Wie kann in zunehmend vielfältigen Gesellschaften Gemeinsamkeit, Zusammenhalt und Vertrauen gefördert werden? Welche Rolle kommt dabei der Zivilgesellschaft, den Medien und der Politik zu? Wie kann ein Zusammenleben mit allen Unterschieden gelingen? Und wo sind die Grenzen der offenen Gesellschaft?

U.a. mit:

Priya Basil, britische, kenianische, indische, in Deutschland lebende Autorin und Essayistin
Philipp Husemann, Geschäftsführer der Initiative „Die offene Gesellschaft“
Hasnain Kazim, Redakteur Spiegel Online und Autor
Dr. Christoph Kleinschmidt, Literatur- und Kulturwissenschaftler, Universität Tübingen
Katharina Liesenberg, Demokratie Innovation e.V.
Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende der Grünen in Bayern
Jana Simon, Schriftstellerin und Journalistin
Katja Sinko, The European Moment

Sa, 28. September, 10 - 18 Uhr
Literaturhaus Stuttgart
Breitscheidstr. 4, 70174 Stuttgart

 

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