Bildungsreise Sonntag, 06. Oktober 2019 – Samstag, 12. Oktober 2019

Athen/ Griechenland: Alles wieder gut? Acht Jahre Krise und die Folgen

Datum, Uhrzeit
So., 06. Okt. 2019, 00.00 Uhr  –
Sa., 12. Okt. 2019, 23.59 Uhr In meinem Kalender speichern
Sprache
Deutsch
Veranstalter/in
Landesstiftung Berlin (Bildungswerk)
Mit dem Ende der sog. „Memorandum-Ära“ blickt das Land zurück auf acht Jahre der direkten und technokratischen Kontrolle seiner Haushaltspolitik durch die Troika/Quadriga. Die Sparmaßnahmen und Reformen, auf die sich Athen mit seinen Partner*innen aus der Eurozone und mit dem Internationalen Währungsfonds im Rahmen eines strengen Austeritätsprogrammes einigen musste, setzten das Land unter erheblichen Druck, der in dieser Art bis dato beispiellos ist.

Und nun – alles wieder gut?

Tatsächlich haben Finanzkrise und die folgenden Reformen in Griechenland zu einer tiefen sozialen Krise geführt, deren Auswirkungen bis heute spürbar sind. Denn das Ende der Memoranden bedeutet keinesfalls ein Ende der Reformen. Griechenland befindet sich vielmehr in einer Phase der Nachprogramm-Aufsicht, die noch lange anhalten wird. Die Lage wird nicht leichter durch die Tatsache, dass die europäische Asylzuständigkeitsregelung der EU mit der sogenannten Dublin-Verordnung die Verantwortlichkeit und Lasten auf die EU-Außenstaaten abschiebt. Bereits vor der Schuldenkrise konnte Griechenland die Anforderungen, welche die hohen Zahlen von Schutzsuchenden stellen, kaum angemessen bewältigen. Und noch heute herrschen nicht hinnehmbare Zustände, wie etwa im berüchtigten „Hot Spot“ Moria auf der Insel Lesbos. Die Krise in Griechenland war und ist also keine rein ökonomische Krise, sondern kann als Struktur- und Institutionenkrise des Euro-Raums und offenbar auch als eine Krise der Demokratie bezeichnet werden.

Unsere Reise führt uns in die Hauptstadt Griechenlands in einem politisch turbulenten Jahr: Es werden nicht nur Europa- und Kommunalwahlen stattgefunden haben, sondern auch die Wahlen zum griechischen Parlament. Wie stabil ist die Regierung? Wie stark der Rückhalt der Bevölkerung für die europäische Idee, die gemeinsame EU?

Wie begegnet die Stadt der Krise? Und wie geht die Stadt mit Geflüchteten um? Mit Gesprächen vor Ort möchten wir uns gemeinsam ein Bild von der Stadt und ihrer Einwohner*innen machen. Wir treffen auf Menschen aus Politik, Nichtregierungsorganisationen und Gesellschaft.

Mit:
Simon Cames (Bildungswerk Berlin in der Heinrich-Böll-Stiftung)

Im Preis sind einfache Übernachtungen in Doppelzimmern und die Grundverpflegung enthalten. Die Anreise erfolgt individuell und auf eigene Kosten. Sie ist in der Teilnahmegebühr nicht enthalten.

Die Reise ist in Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen und Thüringen als Bildungsurlaub anerkannt.

Gebühr und Anmeldung

Die Teilnahme kostet 690,00 EUR
Die Anreise ist nicht im Preis enthalten und muss eigenständig organisiert werden.

Im Preis inbegriffen sind das Programm, die Unterkunft im Doppelzimmer, Halbpension, anfallende Transportkosten vor Ort, Reiseleitung, Eintritte und Pausengetränke.

Stornofristen und Gebühren
Wir machen darauf aufmerksam, dass bei einem Rücktritt später als drei Monate vor Reisebeginn (später als Fr. 05.07.2019) der volle Teilnahmebeitrag als Ausfallgebühr zu zahlen ist, sollte es keine*n Nachrücker*in auf Ihren Platz geben. Bei einem Rücktritt bis drei Monate vor Beginn des Bildungsurlaubs wird eine Stornogebühr von 100 € berechnet.

Wir machen darauf aufmerksam, dass die Reise nur stattfinden wird, wenn eine Mindestanzahl von 12 Teilnehmenden erreicht wird. Dies gilt für alle Bildungsreisen, die unser Bildungswerk veranstaltet.

Reiserücktrittsversicherung
Eine Reiserücktrittsversicherung muss unmittelbar nach Erhalt Ihrer Anmeldebestätigung abgeschlossen werden. Möglich ist dies in jedem Reisebüro in Ihrer Nähe oder auch online, informieren können Sie sich z.B. HIER.

Eine Kooperation mit umdenken - Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg