Samstag, 12. Mai 2007 11.00 – 18.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Großraumsiedlung und Rechtsextremismus

Verabstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Eine Tagung der Rosa Luxemburg Stiftung Berlin in Kooperation mit der Alice-Salomon-Fahhochschule Berlin (ASFH) und Polis*/Stiftung SPI

mit:

Prof. Dr. Birgit Rommelspacher, ASFH Berlin; Dr. Heinrich Niemann, Stadtrat a.D., Berlin; Kevin Stützel, Dipl. Soziologe, Berlin; u.a.; Moderation: Ricardo Taschke, Polis*/Stiftung SPI, Berlin

Termin:

12.05. 11:00 Uhr bis 12.05. 18:00 Uhr

Ort:

FH `Alice Salomon`, Alice-Salomon-Platz 5, 12627 Berlin

Region:

Berlin

Kategorie(n):

Extreme Rechte

Kontakt:

Dagmar Rubisch

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Großraumsiedlungen in aller Welt waren und sind Produkte ihrer Zeit. Sie drücken seit vielen Jahrzehnten den Welttrend zunehmender Urbanisierung aus. Zugleich haben alle, die mit „der Platte“ – als Wohnungsunternehmen oder KommunalpolitikerInnen, als SozialarbeiterInnen, LehrerInnen und schließlich als BewohnerInnen unterschiedlichen Alters – zu tun haben oder hatten, verschiedenste Erfahrungen mit dem Projekt städtischer Großraumsiedlungen und deren Vor- und Nachteilen im sozialen Miteinander gemacht.

Zu Beginn der 90er Jahre, als in Plattenbausiedlungen in Hoyerswerda und Rostock-Lichtenhagen ausländerfeindliche Pogrome stattfanden, wurde ein Klischee über städtische Großraumsiedlungen insbesondere im Osten Deutschlands, mit scheinbar zutreffenden Argumenten zusätzlich bedient. „Die Platte“ gilt seither in der Öffentlichkeit als Ballungszentrum für Rechtsextremismus, Ausländerhass und zunehmende alltägliche Gewalt. Zugleich wurde nicht nur durch Politik und Medien bekannt, dass es im städtischen Raum gerade in Großraumsiedlungen zu Auseinandersetzungen um die „kulturelle Hoheit“ im Kiez kommt – namentlich zwischen Jugendgruppen, die sich für Links oder Rechts halten.


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