- Freitag, 05. Juni 2026 – Samstag, 06. Juni 2026 In meinem Kalender speichern
Grundlagen der Friedenspädagogik für die politische Bildung
Wie können wir Frieden lehren und lernen in Zeiten globaler Krisen?
Mit den zunehmenden globalen Krisen, insbesondere seit dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und dem Terrorangriff der Hamas mit der anschließenden Eskalation im Nahen Osten, rücken Aufrüstung und Remilitarisierung wieder stärker in den gesellschaftlichen Fokus. Friedenspolitische Ansätze treten demgegenüber in den Hintergrund.
Gerade in Zeiten von Krieg und Krise ist es jedoch zentral, Frieden als Leitwert bewusst im Blick zu behalten, Diskursräume zu erweitern und Impulse zu setzen, die einer vermeintlichen Abwärtsspirale aus Destruktivität und Resignation eine Dynamik von Konstruktivität und Engagement entgegensetzen.
Im Seminar werden die Grundlagen der Friedenspädagogik erarbeitet. Zentrale Begriffe wie Frieden, Krieg, Gewalt und Sicherheit werden differenziert reflektiert und Perspektiven konstruktiver Konfliktbearbeitung im Nahbereich sowie auf nationaler und internationaler Ebene entwickelt. Darüber hinaus werden gesellschaftliche Mechanismen analysiert, die Eskalationsdynamiken verstärken können –– etwa Othering, selektive Empathie oder selektive Solidarität –– und diesen konstruktive sowie friedensfördernde Perspektiven gegenübergestellt, die dazu beitragen, Menschlichkeit unabhängig von Gruppenzugehörigkeiten ins Zentrum zu stellen.
Ergänzend werden ausgewählte Methoden zur Gestaltung dialogischer und friedensorientierter Bildungsprozesse vorgestellt und erprobt, darunter Modelllernen, Dialogunterstützung und Ansätze des Empathietrainings.
Die Teilnehmenden
- kennen zentrale Begriffe, Konzepte und Ansätze der Friedenspädagogik
- können gesellschaftliche und politische Ereignisse aus einer Friedensperspektive analysieren und ihre eigenen Haltungen kritisch reflektieren.
- können friedenspädagogische Prinzipien und Methoden in ihre eigene Praxis der politischen Bildung integrieren.
Zielgruppe
Das Seminar richtet sich an Multiplikator*innen in der haupt- und ehrenamtlichen Bildungsarbeit. Es vermittelt grundlegende Konzepte der Friedenspädagogik und reflektiert deren Bedeutung für die politische Bildung. Im Fokus stehen professionelle Haltungen, der konstruktive Umgang mit Konflikten auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene sowie ausgewählte Methoden zur Gestaltung dialogischer und friedensorientierter Bildungsprozesse.
Termine
1. Termin: 05.06.2026, 12:30 Uhr - 18:00 Uhr, Friedensbildungswerk Köln
2. Termin: 06.06.2026, 09:30 Uhr - 15:00 Uhr, Friedensbildungswerk Köln
Das Seminar ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist erforderlich.
- Adresse
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▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung
- Veranstalter*in
- Landesstiftung Nordrhein-Westfalen
- Sprache
- Deutsch
- Teilnahmegebühren
- Das Seminar ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist erforderlich.