Mittwoch, 04. März 2009 19.00 – 22.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Halbstarke Kommunen

Zur Unterrepräsentanz von Frauen in der Kommunalpolitik

Im Superwahljahr 2009 stehen in acht Bundesländern Kommunalwahlen an, auch in Sachsen werden am 7. Juni neue kommunale Vertretungen gewählt. Frauen machen nach wie vor durchschnittlich lediglich ein Drittel der Stadt- und Gemeinderäte aus, genauso wenig wie auf Landes- und Bundesebene. In den einzelnen Kommunen, besonders im kreisangehörigen Raum, liegt der Frauenanteil noch deutlich darunter. Die Situation in Sachsen und in Dresden ist ebenfalls alles andere als rosig, auch hier finden sich viel zu wenige Frauen in politischer Verantwortung. Geschlechterdemokratie sieht wohl anders aus.

Wie bekommen Kommunen als „Grundschule der Demokratie“ mehr Politikerinnen-Nachwuchs?
Antworten gibt die aktuelle Studie „Unterrepräsentanz von Frauen in der Kommunalpolitik – Parteien machen den feinen Unterschied“, die von der Heinrich-Böll-Stiftung in Auftrag gegeben wurde. Die Studie belegt eindrucksvoll, dass die mangelhafte Vertretung von Frauen in Stadt- und Gemeinderäten hauptsächlich mit Parteistrukturen und – kulturen sowie dem Wahlrecht zusammenhängt. Die Frauenanteile in den Kommunalparlamenten unterscheiden sich erheblich nach Parteizugehörigkeit, und noch viel mehr trifft das auf Frauen in kommunalen Führungspositionen zu.

Warum genau das so ist und welche Maßnahmen zu mehr Frauen in kommunalpolitischen Ämtern führen können, möchten wir an diesem Abend mit Ihnen und den eingeladenen Expertinnen diskutieren.

Unsere Gäste
Die Soziologin und Wirtschaftswissenschaftlerin Dr. Elke Wiechmann, wissenschaftliche Angestellte an der Fernuni Hagen und Mitautorin der Studie. Sie wird die Ergebnisse ihrer Forschung vorstellen und die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen diskutieren
Elke Zimmermann, Historikerin und Politikerin aus Dresden. Sie engagiert sich seit Jahren als junge Frau in der Dresdner Politik und vertritt BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Stadtrat mit den Themenschwerpunkten Umweltpolitik, Integrationspolitik und Kultur.
Studie: Zur Unterrepräsentanz von Frauen in der Kommunalpolitik