Freitag, 30. November 2007 20.00 – 22.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Hannah-Arendt-Preis 2007

Preisverleihung an Prof. Tony Judt (New York)

Tony Judt bringt sich auf vielfältige Weise in die öffentliche Debatte über Europa und den Westen ein: als Historiker, der weiß, dass historische Ereignisse nicht ohne ihre vielfältigen Kontexte verstanden werden können, als politischer Denker, der seine Sicht auf die Geschehnisse der Zeit in die kontroverse öffentliche Debatte einbringt, schließlich als politischer Essayist, der streitbarer Zeuge der Zeit ist, über die er nachdenkt.

Judt's Blick auf Europa geht in vielerlei Weise über die Realität nationalstaatlicher Politik der Einzelstaaten hinaus. Er fragt nach einem Europa der Vielfalt und nicht einem Europa der Einheit, dabei die unterschiedlichen Geschichten berücksichtigend, die jedes europäische Land einbringt und die seine Stellung zu dem *Projekt` Europa prägen. Tony Judt (geb. 1948) ist britischer Historiker, Autor und Hochschullehrer. Er studierte Geschichte am King's College in Cambridge (England). Derzeit leitet er das Remarque-Institut an der New York University in New York City.

Auf Deutsch sind u.a von Tony Judt erschienen: Große Illusion Europa, 1996 und Geschichte Europas von 1945 bis zur Gegenwart, 2006, beide im Hanser Verlag.

Begrüßung
Antonia Grunenberg (Hannah Arendt Preis für politisches Denken e.V.)

Für die Preisgeber
Karoline Linnert (Bürgermeisterin der Freien Hansestadt Bremen),
Peter Rüdel (Heinrich Böll Stiftung)

Festvortrag:
Tony Judt
The `Problem of Evil` in post-war Europe.

Laudatio:
Gaspar M. Tamas, Philosoph und Publizist, Ungarn

Preisübergabe

Sektempfang im Festsaal

FORUM: Bedrohung und Politik
Samstag, 1. Dezember 2006,
10:00 - 14:00 Uhr,
im Institut Français, Contrescarpe 19, Bremen

Mit:
Tony Judt, New York
Gaspar M. Tamas, Budapest
Idith Zertal, Tel Aviv
Michael Daxner, Berlin

Moderation:
Prof. Dr. Antonia Grunenberg (Hannah Arendt Preis e.V.) (englisch + deutsch)

Der Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken wurde 1994 ins Leben gerufen. Wie kaum sonst jemand, hat Hannah Arendt sich den Herausforderungen ihrer Zeit und den Schattenseiten der politischen Moderne gestellt.

Der Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken ist kein akademischer, sondern ein öffentlicher Preis. Es werden Personen geehrt, deren Wirken und Werke in der Tradition Hannah Arendts zu öffentlichem politischen Denken und Handeln beitragen. Er richtet sich an Personen, die das `Wagnis Öffentlichkeit` angenommen haben und das Neuartige in einer scheinbar sich linear fortschreibenden Welt erkennen und mitteilen.