- Mittwoch, 28. Oktober 2009 14.00 – 20.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Hat Terrorismus ein Geschlecht?
Terrorismus und Geschlechterkonstruktionen
Fachgespräch und öffentliche Diskussionsveranstaltung
Das Fachgespräch bietet eine Einführung zur Frage, wie sich beim Thema Terrorismus Gender-Fragen aufwerfen lassen.
Seit dem 11. September 2001 ist Terror ein strapaziertes Wort, dem wir in verschiedenen Kontexten begegnen: In Debatten um Terrorismusbekämpfung, die innere Sicherheit oder der RAF, dessen Ereignisse auch mit Blick auf aktuelle Bedrohungsszenarien neu verhandelt werden.
Doch welcher Terrorismusbegriff wird jeweils vorausgesetzt? Welche Terrorismen gibt es? Wie lassen sie sich unterscheiden und welche Analogien lassen sich über die Grenzen und Diskurse von West und Ost, Nord und Süd hinaus feststellen? Diese allgemeinen Fragen wollen wir auf Gender-Fragen zurück beziehen:
Welche Männlichkeitserzählungen und - repräsentationen spielen in Bezug auf Terror und Krieg eine besondere Rolle? Vor allem der Anschlag vom 11. September 2001 rief widersprüchliche Bilder von Männlichkeiten hervor, die vom amerikanischen Helden bis zum `verqueerten` Terroristen reichten. Diese Bilder sollen vor dem postkolonialen Hintergrund des `War against Terror` diskutiert werden.
Um Bezug auf Weiblichkeit zu nehmen, rücken wir die Frage nach der Rolle weiblicher Akteurinnen in den verschiedenen Ausformungen von Terror in den Fokus. Welche Verbindungen zwischen RAF-Frauen und Selbstmordattentätererinnen z.B. in Tschetschenien und Palästina werden sichtbar? Hierbei geht es einerseits um die sensible Frage, ob Emanzipation von heteropatriarchalen Verhältnissen eine Intention der Frauen war bzw. ist, ob sich also von einer Form des Feminismus sprechen ließe. Andererseits geht es um den gesellschaftlichen und politischen Umgang mit den Frauen in der Historisierung und medialen Aufbereitung des Terrorismus.
Gunda-Werner-Institut
Das Fachgespräch bietet eine Einführung zur Frage, wie sich beim Thema Terrorismus Gender-Fragen aufwerfen lassen.
Seit dem 11. September 2001 ist Terror ein strapaziertes Wort, dem wir in verschiedenen Kontexten begegnen: In Debatten um Terrorismusbekämpfung, die innere Sicherheit oder der RAF, dessen Ereignisse auch mit Blick auf aktuelle Bedrohungsszenarien neu verhandelt werden.
Doch welcher Terrorismusbegriff wird jeweils vorausgesetzt? Welche Terrorismen gibt es? Wie lassen sie sich unterscheiden und welche Analogien lassen sich über die Grenzen und Diskurse von West und Ost, Nord und Süd hinaus feststellen? Diese allgemeinen Fragen wollen wir auf Gender-Fragen zurück beziehen:
Welche Männlichkeitserzählungen und - repräsentationen spielen in Bezug auf Terror und Krieg eine besondere Rolle? Vor allem der Anschlag vom 11. September 2001 rief widersprüchliche Bilder von Männlichkeiten hervor, die vom amerikanischen Helden bis zum `verqueerten` Terroristen reichten. Diese Bilder sollen vor dem postkolonialen Hintergrund des `War against Terror` diskutiert werden.
Um Bezug auf Weiblichkeit zu nehmen, rücken wir die Frage nach der Rolle weiblicher Akteurinnen in den verschiedenen Ausformungen von Terror in den Fokus. Welche Verbindungen zwischen RAF-Frauen und Selbstmordattentätererinnen z.B. in Tschetschenien und Palästina werden sichtbar? Hierbei geht es einerseits um die sensible Frage, ob Emanzipation von heteropatriarchalen Verhältnissen eine Intention der Frauen war bzw. ist, ob sich also von einer Form des Feminismus sprechen ließe. Andererseits geht es um den gesellschaftlichen und politischen Umgang mit den Frauen in der Historisierung und medialen Aufbereitung des Terrorismus.
- Veranstalter*in
- Gunda-Werner-Institut für Feminismus und Geschlechterdemokratie
- Rechtliches
- Allgemeine Geschäftsbedingungen